Wandern in der Bletterbachschlucht

Wusstet ihr, dass es einen zweiten Grand Canyon auf der Welt gibt? Nein? Schön, ich bisher auch nicht. Aber mit dieser ganz „bescheidenen“ Bezeichnung wirbt die Region Aldein-Radein in Südtirol für ihre Attraktion, die Bletterbachschlucht, die an das Weisshorn anschließt.

Weißhorn

Weißhorn

Berühmt ist die Bletterbachschlucht gleich für zwei Dinge – einerseits für seine Saurierspuren, andererseits für die Möglichkeit, einen Blick auf fünf verschiedene geologische Schichten in der Gegend werfen zu können. Aber selbst wenn man sich nicht für solche Dinge interessiert, ist die Schlucht einen Besuch wert.

Als wir zu Pfingsten die Schlucht durchwandert haben, war leider der untere Teil wegen Erdrutschgefahr gesperrt (Tipp: Unbedingt auf der Bletterbach-Website vorher informieren!). Begründung: Zu viel Schnee und dann zu viel Regen, deswegen sei der Boden in Bewegung. Fazit: Wenigstens habe ich jetzt einen guten Grund, warum ich noch einmal herkommen muss, denn die Schlucht ist absolut einmalig!

Aber auch der obere Teil kann sich durchaus sehen lassen! Die Wände rund um den Wasserfall sind an manchen Stellen gute 100 Meter hoch, bewegt man sich da entlang des Bachbetts die Schlucht entlang, kommt man sich doch recht „klein“ vor – und ich meine das nicht nur auf die Körpergröße bezogen 😀 .

Gute Kondition sollte man auf jeden Fall mitbringen, im Lauf des Tages sind wir zweimal in die Schlucht hinunter und zweimal wieder hinauf gestiegen, um alles zu sehen, was zur Besichtigung freigegeben war. Daher kamen wir insgesamt sicher auf gut 400 Höhenmeter, die man über schmale Steige und zeitweise über Leitern in die Schlucht hinunter und hinaufsteigt.

Bletterbachschlucht Wanderkarte

Foto anklicken für Originalgröße!

Unser Startpunkt war am Besucherparkplatz von Aldein (siehe Karte oberhalb), wo wir uns Helme ausgeliehen haben, die verpflichtend sind, wenn man in die Schlucht hinuntersteigen will. Anfangs gingen wir oberhalb der Schlucht am GeoWeg Richtung Talschluss, der Gorz genannt wird, entlang. Hier sind wir das erste Mal in die Schlucht hinunter gestiegen.

Erreicht man das Bachbett, ist man aber noch nicht am Ende des Tals – hier muss man über Stock und Stein immer am Bach entlang bzw. im Bachbett bis zum Talschluss gehen. Wanderstöcke schaden hier nicht, ganz im Gegenteil! Da in der Früh leider das Licht falsch einfiel und man eigentlich nur graue Wände sehen konnte, haben wir wieder umgedreht und sind Richtung Wasserfall gegangen.

Bletterbachschlucht #2

Bletterbachschlucht – Blick von oben

Vom oberen Ende des Wasserfalls kann man in die wirklich tiefe Schlucht hinunterblicken – und hier sollte man auch schwindelfrei sein, da es da ganz gewaltig in die Tiefe geht. Ursprünglich konnte man hier auch an das untere Ende des Wasserfalls absteigen – ein Hangrutsch vor einigen Jahren hat allerdings die Steige zerstört (Die Reste kann man von oben noch sehen).

Deswegen muss man hier wieder die Steige hinauf, oberhalb ein Stück bachabwärts gehen und kann dann wieder über den Jagersteig in die Schlucht hinuntersteigen. Von dieser Stelle kann man dann flussaufwärts wieder Richtung unteres Ende des Wasserfalls oder – in unserem Fall leider nicht möglich – flussabwärts Richtung unteren Teil der Schlucht, genannt Taubenleck, gehen.

Wer den Film „Das finstere Tal“ gesehen hat, wird übrigens das Taubenleck kennen, für einige Szenen war dieser Abschnitt der Bletterbachschlucht nämlich Drehort 😉 . Hier der Trailer, wo zumindest eine kurze Stelle diesen Teil der Schlucht zeigt (bei 0:19).

Abschließend noch ein paar Eindrücke, weitere Fotos findet ihr in meinem Fotoblog.

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