Übersinnliches made in Styria

Was haben Hexen, Heiden, Grazer, Voitsberger und Wiener gemeinsam? Auf den ersten Blick eher wenig, auf den zweiten sehr viel. Warum? Weil in diesem Umfeld ein ganz besonderes Projekt geboren wurde. Ich spreche von PANTHERION, einer Geschichte, die im Bereich Horror / Phantastik bzw. Mystery angesiedelt ist und die ihren Ursprung in Graz hat.

Worum geht es? PANTHERION ist der Name einer geheimen Organisation, die ihren Sitz in den Stollen unterhalb des Grazer Schlossbergs hat und deren Mitglieder gegen den Einfluss von mythischen Wesen aus anderen Dimensionen kämpfen. Was mir daran besonders gefällt, ist die Tatsache, dass dem ganzen Projekt ein sehr detailliertes Exposé zugrunde liegt. Dies enthüllt sich dem Fan allerdings erst nach und nach, je weiter er in das PANTHERION-Universum eindringt. Ergo: Je mehr man als Leser, Zuschauer und Zuhörer erfährt, desto interessanter wird die Geschichte.

Warum ich Leser, Zuschauer und Zuhörer schreibe? Ganz einfach, weil die PANTHERION- Welt mittlerweile drei Romanhefte (die unter dem Namen „Omen“ bei >grotesque erschienen sind), ein Hörspiel, einen Spielfilm und mehrere Kurzgeschichten umfasst. Sogar verschiedene Drehbücher für eine Fernsehserie gibt es, diese wurden bislang aber nicht realisiert … Wer wirklich alles verstehen möchte, muss sich den Stoff in seiner Gesamtheit zu Gemüte führen – und selbst dann bleiben noch immer genügend Fragen offen, die hoffentlich in weiteren Geschichten beantwortet werden.

Morbus Groschenhefte

© by Zoë

Ein weitere interessante Idee ist die Tatsache, dass PANTHERION genug für unterschiedliche Spin-Offs hergibt. Es gibt nämlich nicht nur die Organisation PANTHERION in der Steiermark, nein, weltweit sind verschiedene weitere „Zellen“ tätig, um gegen die unliebsamen Besucher aus der Anderwelt vorzugehen. In Wien beispielsweise ist BASILISK aktiv – und hier kommt Werner Skibar ins Spiel. Ursprünglich aus Voitsberg in der Weststeiermark stammend, hat es ihn beruflich nach Wien verschlagen, wo er unter dem Pseudonym „Charly Blood“ zusammen mit einer Freundin an den Geschichten rund um BASILISK schreibt.

2010 kam Werner bei einem Hexen- und Heidenstammtisch mit einem der Schöpfer von PANTHERION, Bernhard Reicher, in Kontakt. Jedoch sollten noch einmal einige Monate vergehen, ehe er anfing, die ersten Zeilen für den Spin-Off zu schreiben. Heft 1 – „Morbus: Blutschwur der Donauleichen“ – entstand relativ rasch, bis zur Veröffentlichung im Juli 2012 verging jedoch noch einmal ein knappes halbes Jahr. Seither gibt es in unregelmäßigen Abständen weitere Ausgaben der Heftromanserie.

Zoe Angel und Charly Blood

© by Zoë

Da Werner leidenschaftlicher Fan von Horror- und Grusel-Heftromanserien der 80er Jahre ist, verwundert es nicht, dass „Morbus“ ganz an die Schreibweise und den Stil dieser Zeit angelehnt ist. Morbus erzählt auch ein wenig die Vorgeschichte zu einigen Figuren aus dem PANTHERION-Zyklus, daher macht man beim Lesen eine Zeitreise in das Wien von 1984.

2014 hat „Morbus“ verlagstechnisch ein neues Zuhause gefunden: Die Ausgaben von „Morbus“ 3 und 4 sind als Taschenbuch bzw. als E-Book von Evolver Books veröffentlicht worden – inklusive Vorschau auf die Ausgaben 5, 6 und 7. Wir dürfen also gespannt sein, wie es hier weitergeht! Besonders neugierig macht das Special, das Werner in Bezug auf seine Heimat, die Weststeiermark geplant hat. Voitsberg goes Vienna goes back to Voitsberg – zumindest literarisch 😉 .

2 Gedanken zu „Übersinnliches made in Styria

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