Warum Instagram?

Vor einigen Wochen fragte mich ein guter Freund, wo eigentlich der Sinn von Instagram liegt. Ich habe damals versucht, ihm das zu beantworten, so gut es eben ging. Aber so ganz ist die Frage nicht aus meinem Kopf verschwunden. Warum sollte man Instagram verwenden?

Instagram Mosaik

Einige meiner Instagram Fotos

Eines muss ich auf jeden Fall für mich festhalten: Instagram und ich haben eine wechselhafte Geschichte hinter uns. Irgendwann 2011 (So ganz genau kann ich es nicht mehr rekonstruieren, die ältesten Bilder finde ich vom März 2011 in meinem Flickr-Album „iPhoneography„) habe ich mir einen Account angelegt, das war auf jedem Fall zu einem Zeitpunkt, wo die App nur für iOS verfügbar.

Wozu ist Instagram eigentlich gut?

Wenn ich mir diese Bilder heute ansehe, waren sie wohl nicht viel mehr als ein Herumspielen und Austesten, was mit der App alles geht. Eine gute Idee, was ich damit wirklich machen wollte, hatte ich damals noch nicht … Gerade bei Fotos ist meiner Meinung nach die Konkurrenz extrem groß – ich kann bei Facebook, Google+, Flickr, Pinterest und verschiedenen anderen Bildernetzwerken meine Fotos hochladen.

Warum also Instagram, wo noch dazukommt, dass man Instagram nur am Handy nutzen kann, um Bilder in das soziale Netzwerk zu stellen? Es gibt zwar mittlerweile eine Browser-Ansicht, diese ermöglicht aber nur das Bearbeiten des Profils und ein paar anderen Dingen – und das war’s schon.

Facebook und Instagram gehen gemeinsame Wege

Trotzdem war Facebook dieses kleine Netzwerk 2012 eine Milliarde Dollar wert. Was genau auch immer das blaue Netzwerk dazu bewogen hat, für Instagram so viel zu bezahlen, werden wir wohl nie erfahren, aber wenn man Wikipedia Glauben schenken darf, hat es sich ausgezahlt: Im April 2012 hatte Instagram 30 Millionen registrierte Benutzer, im Februar 2013 hatte Instagram 150 Millionen monatlich aktive Nutzer (Wobei ich mir jetzt nicht sicher bin, wie repräsentativ das ist, registrierte Nutzer mit monatlich aktiven zu vergleichen, aber gut).

2012 war übrigens auch der Zeitpunkt, wo ich erstmals angefangen habe, gezielt zu einem bestimmten Thema Fotos zu machen und auf Instagram zu veröffentlichen. Ein Teil von mir wollte einfach wissen, ob so etwas auf Instagram funktioniert, wo ja die Mehrheit sich hauptsächlich auf eine Sache konzentriert: sich selbst. Ich glaube, auf keinem Bildernetzwerk habe ich derart viele Selfies gesehen wie auf Instagram 🙂 …

Eine Tatsache, die mir das Netzwerk – ehrlich gestanden – erst einmal wieder unsympathisch gemacht hat, denn mit dieser übersteigerten Selbstdarstellung im Netz kann nicht wirklich etwas anfangen. Warum sollte ich – als Fremder – so jemandem folgen wollen? Im Grunde zeigen diese Fotos ja immer dasselbe: Menschen, die Grimassen schneiden und sich dabei irgendwie merkwürdig verrenken 😀 .

Wichtig bei Instagram: Hashtags!

Trotzdem habe ich erst einmal weitergemacht. Und den nächsten Aha-Effekt bezüglich Instagram hatte ich, als mir klar wurde, wofür die vielen Hashtags dienen. Bei Instagram bedeutet ein Hashtag nämlich auch gleichzeitig das Einsortieren eines Fotos in bestimmte Themengruppen, die offensichtlich von vielen Instagrammern gern und häufig aufgesucht werden.

Wer hier die richtigen (englischen) Hashtags auswählt, kann damit auf einmal von wildfremden Nutzern Likes einsammeln und – wenn man es richtig anstellt – auch Follower gewinnen. Auf der Website von Websta, einem Web Viewer von Instagram, kann man sich beispielsweise anschauen, wieviele Fotos mit bestimmten Hashtags versehen wurden. Platz eins nimmt #love ein, das bei ca. 580 Millionen Fotos als Beschreibung genutzt wurde.

Jetzt, 2014, habe ich festgestellt, dass es mir keinen Spaß mehr macht, immer nur dasselbe zu fotographieren. Ergo: Back to the roots. Es gibt hier in Graz und in der Umgebung der Stadt auch jede Menge interessante Motive, die es lohnt zu fotografieren und auf Instagram zu stellen – und es gibt offensichtlich andere Instagrammer, die das ebenfalls tun 😉 . Wer nach #igersgraz, #igersstyria oder #graz sucht, wird verstehen, was ich meine.

Instagram ist für Überraschungen gut

Fazit: Instagram ist ein Netzwerk, das mich immer wieder überrascht. Vielleicht, weil ich mich in der Vergangenheit zu wenig damit beschäftigt habe? Ich weiß es nicht. Aber auch jetzt stelle ich immer wieder Veränderungen fest.

Sieht man sich beispielsweise alte Instagram-Accounts an, geht der Trend weg von den Rändern – viele Instagram-Fotos haben jetzt nur mehr einen Filter drauf und verzichten gänzlich auf den weißen, schwarzen oder grauen Rand. Auch etwas, was mir bis vor ein paar Tagen nicht aufgefallen ist – erst durch die neue Version der App, die den Rahmen beim Bearbeiten des Fotos erst durch ein weiteres Tippen sichtbar macht.

Und warum jetzt noch eine Foto-Community?

Um zur Frage nach dem Sinn von Instagram zurückzukehren: Ich glaube, Instagram ist etwas ganz Eigenes, auf das man sich einlassen muss. Fotos sprechen nun mal eine andere Sprache als Texte. Erklären lässt sich das nur schwer, man muss es einfach ausprobieren. Fotos am Handy zu schießen und in ein Netzwerk hochladen, kann ich bei Facebook & Co ebenfalls, aber bei Instagram erwartet niemand Hochglanzfotos.

Hier kann ich Ideen und Gedanken recht einfach mit einem Schnappschuss Ausdruck verleihen, ohne das Gefühl haben zu müssen, das perfekte Bild abliefern zu müssen. Wenn ihr euch ein Bild machen wollt, was ich meine: Schaut euch meine Bilder auf Instagram an – folgen dürft ihr mir natürlich auch 😉 .

Zuletzt noch ein Verweis auf das Blog meiner Ironblogger-Kollegin Monika Meurer, die selbst keinen Instagram-Account hat, die sich aber auf meine Frage bzw. Bitte hin trotzdem bereit erklärt hat, ebenfalls einen Artikel zu Instagram zu schreiben. Bei ihr findet ihr auch eine Antwort auf die Frage, wie man Instagram als Unternehmen nutzen sollte 😉 .

9 Gedanken zu „Warum Instagram?

  1. Pingback: Instagram – Muss ich das auch haben? | MoMe - Monika Meurer - Muse 2.0

  2. Pingback: Instagram - was ich daraus mache | Nur ein Blog

  3. Pingback: Walk, walk, Instawalk! | [Der:Die:Das] Blog

  4. Evy

    Ich kann mit der App leider wenig anfangen. Ich will auch nicht ständig on sein, aber… du hast deine Faszination gut rübergebracht!

    Antwort
  5. Pingback: Der erfolgreichste Artikel auf meinem Blog | [Der:Die:Das] Blog

  6. Pingback: Instagram kopiert Snapchat – na und? | [Der:Die:Das] Blog

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