Meine Auszeiten im Alltag

Birgit Geistbeck fragt nach unseren kleinen Auszeiten im Alltag. Seit mir mein Körper vergangenes Jahr zum ersten Mal deutlich vor Augen geführt hat, was Stress auslösen kann, habe ich aus gesundheitlichen Gründen angefangen, mich intensiver mit dem Thema „Auszeiten und Entspannung“ zu beschäftigen.

Sonnenaufgang

Ich glaube, das wichtigste ist, für sich selbst einen Ausgleich zu finden zwischen den aktiven und den ruhigen Phasen im Leben. Wobei ich zu aktiv alles zähle, was irgendwie zu Stress führen kann – und damit meine ich nicht nur beruflichen, sondern auch eigenen hausgemachten Stress. Ich tappe zum Beispiel immer wieder in die Aktivitäten-Falle, weil ich neugierig bin und weil ich oft das Gefühl habe, ich könnte etwas versäumen, wenn ich irgendwo nicht hingegangen bin …

Aber nun zu Birgits Fragen:

Wie entspannt ihr im Alltag zwischendurch?

Eine einzige Entspannungsmethode, die immer funktioniert, kenne ich nicht. Aber es gibt ein paar verschiedene, die mal mehr und mal weniger gut funktionieren. Dazu gehören für mich:

  • Ein Schaumbad nehmen
  • Bücher lesen bzw. hören
  • Im Sommer am Balkon sitzen
  • In den Himmel schauen (hat für mich etwas Meditatives)
  • Zum Friseur gehen

An den Wochenenden versuche ich außerdem, meinen digitalen Medien-Konsum auf ein Maß zu beschränken, das ich persönlich als angenehm empfinde. Nachdem ich sowohl beruflich als auch privat recht viel in sozialen Netzwerken unterwegs bin, ist das immer wieder eine Herausforderung … Aber ich merke, dass es mir gut tut, wenigstens für zwei Tage in der Woche die Zeit vor dem Computer herunterzuschrauben – einfach als Ausgleich für den Rest der Woche, wo ich von morgens bis abends vor dem Bildschirm arbeite.

Gibt es eine spezielle Entspannungstechnik, die ihr anwendet?

Da ich Yoga angefangen habe, kann ich diese Frage wohl mit „Ja“ beantworten 🙂 . Seit einem Jahr mache ich eine spezielle Form namens Marma Yoga, auf die ich mittlerweile nicht mehr verzichten möchte. Diese knapp zwei Stunden in der Woche gehören ganz allein mir – und in dieser Zeit sind Störenfriede wie Anrufe und SMS einfach tabu. Wenn notwendig, mache ich auch progressive Muskelentspannung.

Nehmt ihr euch auch größere Auszeiten?

Größere Auszeiten sind für mich Wochenenden und Urlaube. Wobei das Entspannen hier am besten funktioniert, wenn ich diese Zeit nicht in der Stadt verbringe, wo ich wohne. Eine gute Stunde Entfernung genügt schon – und mit einem anderen, weil ungewohnten Ort um mich herum fällt es mir leichter, den Wirbel daheim zu lassen.

Himmel

Wie entspannt ihr zwischendurch im Büro?

Im Büro fällt mir das wohl am schwersten, vor allem an Tagen, wenn wirklich viel zu tun ist. Eines meiner Lieblingsrituale in dem Zusammenhang ist der Kaffee. Ich mag eigentlich gar nicht jeden Tag einen trinken, ich brauche ihn auch nicht immer zum Wachwerden – aber dieses kleine Ritual, morgens in die Küche zu gehen, die Nespresso-Maschine anzumachen und den Kaffee herunterzulassen, stimmt mich friedlich.

Manchmal räume ich zum Abschalten auch die Geschirrspülmaschine aus oder ein, weil das etwas ist, was ich tun kann, ohne hochkonzentriert bei der Sache zu sein.

Wie oft legt ihr solche Auszeiten ein?

Yoga gehe ich regelmäßig einmal in der Woche, alles andere mache ich nach Bedarf. Der eigene Körper / Geist gibt einem in der Regel Signale, wann er Ruhe braucht – man muss nur auf sie hören.

10 Gedanken zu „Meine Auszeiten im Alltag

  1. Pingback: Blogparade: Kleine Auszeiten im Alltag - Tipps für den Familienalltag

  2. Dominik Leitner

    Was ich gemerkt hab: Ich muss oft zu solchen Auszeiten gezwungen werden. Was aber dann, wenn ich sie in Anspruch nehme, natürlich nicht schlecht ist.

    Ich finde Spazierengehen, Musikhören und Bücherlesen als tolle Abschaltmöglichkeiten, oder auch einfach Gespräche mit Freunden im Garten über Gott und die Welt.

    Was mich aber überrascht: zum Friseur gehen kann entspannend sein? Bei mir maximal, wenn man sich auf die angenehme Kopfmassage beim Waschen beschränkt. Sobald die Schere zum Einsatz kommt, habe ich Angst um meine Haare. 😉

    Antwort
    1. Henriette Autor

      Ich hätte vielleicht erwähnen sollen, dass ich mittlerweile schon recht lange zur gleichen Friseurin gehe :). Die kennt meine Haare mittlerweile ziemlich gut, daher vertraue ich ihr fast vorbehaltslos :D.

      Antwort
      1. Dominik Leitner

        Ah okay … ich gehe zwar immer in denselben Friseursalon, aber irgendwie wechseln bei mir die Friseurinnen (und ein Friseur war auch dabei) ständig durch. Oder sie wechseln ihre Haarprachten, damit ich sie nicht mehr erkenne. 😉

        Antwort
  3. Jürgen Koller

    Wenn’s mir mal zu viel wird, nehm ich mir ganz bewusst solche Auszeiten. PC, Laptop, Tablet aus – Telefon aus (auch wenn dann nach 24h Leute glauben ich sei gestorben) – rausgehen & ein Buchlesen – das bewirkt wahrlich Wunder & hilft wieder runterzukommen.

    Antwort
    1. Henriette Autor

      Ich bekomm immer ähnliche Meldungen zu hören, wenn ich mal zwei Tage (am WE) keine Mails gelesen und beantwortet hab – aber das ist mir gleich :).

      Antwort
  4. Laura

    Finde ich gut dass jemand mal so eine Frage stellt da man mittlerweile nur noch so wenig richtige Auszeit im Alltag hat.
    Vor allem wegen den ganzen Smartphones.
    Und auch mir hat der Körper letztes Jahr gezeigt was es bedeutet zu viel Stress zu haben.
    Ich habe mich zwar nicht sehr viel geändert, trotzdem versuche ich immer wieder mir richtige Auszeiten zu nehmen.

    Antwort
  5. Viktoria Urbanek (@Vik_Wanderlust)

    Für mich ists wichtig viel Zeit in der Natur zu verbringen, am liebsten gehe ich wandern, aber nicht nur 2 Stunden, sondern den ganzen Tag. Herrliches Gefühl, wenn man den den Gipfel erreicht und dann am Abend müde und sooo zufrieden ins Bett fällt!

    Antwort
    1. Henriette Autor

      Dein Blog spricht in dieser Hinsicht eh Bände :). Ich bin auch gern in den Bergen, aber mich an Rand der Erschöpfung zu bringen ist nicht so meins … Ich geh gern, aber das Ziel muss sich schon wirklich lohnen – und ohne Fotoapparat geht es dann sowieso nicht ;).

      Antwort
  6. Pingback: Blogparade "Kleine Auszeiten im Alltag" - Zusammenfassung - Tipps für den Familienalltag

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