Pocket: Texte für später speichern

Jetzt ist er Geschichte, der zweite Blogger-Kommentiertag Österreichs. Die Idee ist, einen Tag lang die Blogs der teilnehmenden Blogger kennenzulernen, Artikel zu lesen und – wenn es passt – einen Kommentar zu hinterlassen. Da sich insgesamt gut fünfzig Blogger gemeldet haben, habe ich dafür wesentlich mehr Zeit als geschätzt aufgewendet. Und einige Artikel (vor allem die längeren) habe ich für einen späteren Zeitpunkt zum Lesen gespeichert.

Blogger Kommentiertag

Wobei wir nun beim Thema wären 😀 : Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich lese mittlerweile wieder sehr viel online. Vor allem im beruflichen Umfeld kommen da rasch viele Blogartikel, Nachrichtenbeiträge etc. zusammen. Einiges davon ist allerdings nur wenig für meine Arbeit von Belang, möchte ich mir aber trotzdem zu Gemüte führen.

Gott sei Dank gibt es in diesem Zusammenhang Tools, die einem das (Internet)Leben erleichtern: Eines davon habe ich vor einigen Wochen angefangen auszuprobieren: Pocket (früherer Name: Read-it-later).

Das Prinzip ist einfach: Man findet irgendwo im Web einen Text, den man zu einem späteren Zeitpunkt lesen möchte. Um den Link bzw. den Inhalt des Beitrags nicht zu verlieren, speichert man ihn bei Pocket ab. Je nachdem, was man bereit ist zu installieren, kann man das beispielsweise per Add-On oder Bookmarklet im Browser tun.

Pocket (Browseransicht)

Pocket (Browseransicht)

Auf diese Liste kann man anschließend von verschiedenen Geräten aus zugreifen. Da ich persönlich das Handydisplay zu klein finde, um gut lesen zu können, habe ich die App nur auf mein Tablet installiert. Nachdem ich mich eingeloggt habe, stehen mir die gespeicherten Texte auf dem Tablet zur Verfügung. So weit, so einfach 🙂 .

Ich gebe zu, dass ich lange Zeit nicht so recht wusste, wofür ich einen solchen Dienst verwenden sollte (Im RSS Reader gibt es ja eigentlich genügend Funktionen, Artikel entsprechend zu markieren, um sie später lesen zu können), aber ich habe gemerkt, dass es durchaus hilfreich ist, einen externen Dienst für so etwas zu nutzen.

Warum? Weil ich dann nicht das Gefühl habe, jedes Mal neue Artikel lesen bzw. überfliegen zu müssen, wenn ich mir eigentlich ja nur die „alten“ zu Gemüte führen möchte. Dieser Button „XX ungelesen“ im Reader kann manchmal zu einer echten Plage werden – ihr kennt das sicher 😉 .

Pocket (iPad)

Pocket (iPad)

Zweiter Vorteil: Ich kann dort auch Artikel sammeln, die mir andere über andere Kanäle wie Facebook, Twitter oder Google+ empfehlen. In den sozialen Netzwerken sind diese Beiträge sehr flüchtig und gleich wieder verschwunden, bei Pocket kann ich sie solange aufheben, bis ich Zeit habe, die Artikel zu lesen. Was oft am Abend der Fall ist, aber auch nicht immer … Auf jeden Fall weiß ich, dass die Texte auf diese Weise nicht so rasch ins Aufmerksamkeitsnirwana verschwinden.

Dritter Vorteil: Pocket bereitet die Texte graphisch entsprechend auf, sodass man (fast) das Gefühl hat, einen gedruckten Text zu lesen. Einen Haken hat die Sache aber auch: Snippets, die per JavaScript in die Artikel eingefügt werden, werden nicht angezeigt. Einmal hatte ich auch schon den Fall, dass die Grafiken nicht zu sehen waren (Was in dem Fall ein wenig ärgerlich war, weil sich der Text auf sie bezogen hat). Immerhin ermöglicht Pocket hier das Wechseln zur Webansicht oder das Öffnen im externen Browser, sodass man nicht umständlich den Link kopieren und einfügen muss.

Besonders gern sammle ich auf Pocket im Moment Artikel, die auf Medium verweisen. Wer dort Texte veröffentlicht, hat offensichtlich Zeit zum Schreiben: Fast alle Beiträge sind sehr lang und alleine die angegebene Lesezeit bei der Überschrift des Beitrags lässt mich recht häufig auf das Pocket-Bookmarklet klicken, um sie zu speichern. Denn für Artikel auf Medium braucht man definitiv Zeit, um sie in Ruhe zu lesen. Und diese Muße hab ich in der Arbeit natürlich zwangsläufig eher selten …

Jetzt meine Frage an euch: Benutzt ihr solche Tools? Wenn ja, welche? Wo seht ihr den Nutzen von solchen Anbietern wie Pocket oder Instapaper?

2 Gedanken zu „Pocket: Texte für später speichern

  1. Henriette Autor

    Ich hab deswegen mit Pocket angefangen, weil es da auch eine kostenlose Version gibt … Bei Instapaper muss man doch gleich von Anfang an zahlen, oder?

    Antwort

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