Interview mit Charly Blood

Vor ein paar Wochen habe ich hier im Blog die Romanserie Morbus vorgestellt, erinnert ihr euch? In der Zwischenzeit war Charly Blood alias Werner Skibar so nett, mir ein paar Fragen dazu zu beantworten. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen – meinen nächsten Beitrag gibt es dann Mitte September :).

Werner und Waltraud

Wie würdest du jemanden, der Pantherion bzw. Morbus nicht kennt, überzeugen, das erste Heft zu kaufen?

Was wäre, wenn die Sagen und Legenden wahr wären? Wenn all die unheimlichen Geschichten auf Tatsachen beruhen? Diese Frage haben wir uns – meine Co-Autorin Waltraud und ich – gestellt – und uns ausgemalt, wie Wien ausschauen würde, wenn Teufeln, Basilisken und der Liebe Augustin noch immer unterwegs wären.

Für unsere Geschichten haben wir uns auch eine spannende Zeit ausgesucht – 1984. Zwischen Austro Pop, Kaltem Krieg und Friedensdemonstrationen bearbeiten unsere Helden Fälle, die jenseits des Rationalen liegen – quasi Akte W. Darüber hinaus unterstützt ihr beim Kauf der Romane außerdem hungerleidernde Autoren und die Wesen der Nacht – und  ihr müsst dazu keinen Kübel Eiswasser über euch ausschütten!

Was hat dich dazu bewogen, selbst Gruselgeschichten zu schreiben?

Meine Liebe zu den Gruselgeschichten begann schon als Kind. Ich liebte einfach Geistergeschichten, liebte die Gespenster Geschichten Comics, lauschte den Hörspielen, die von Vampiren, Frankenstein und Monstern wie Nessie erzählten. Ich verschlang als Jugendlicher Grusel-Groschenromane wie Larry Brent, Dämonenkiller und Der Hexer.

Filme wie Ghostbusters, Poltergeist und Gremlins standen ganz oben auf meine Lieblingsfilmliste – da war es ganz naheliegend, dass ich irgendwann auch solche Geschichten selber zu verfassen begann. Eine erste Veröffentlichung hatte ich beim Dan Shockers Fan-Magazin, weitere Geschichten folgten z.B. auf der Bastei Homepage.

Was gefällt dir am Konzept von Pantherion? Was hat dich dazu bewogen, bei dem Projekt mitzumachen?

Es gibt Grusel und Urban-Fantasie-Serie, die in England, Amerika und auch in Deutschland spielen – aber was ist mit Österreich? Bereits 2005 schrieben meine Co-Autorin und ich an einem Drehbuch für eine Fernsehserie rund um einen Detektiv in Wien, der einen verschwundenen Touristenführer sucht. Doch das Projekt kam nie über ein paar Szenen und Ideen hinaus.

Als ich von PANTHERION hörte, dass hier mystische Geschichten über Graz erzählt werden und dass es auch ähnliche Gruppen in den anderen größeren Städten gäbe, erwachten diese alten Ideen erneut zum Leben – und verschmolzen mit PANTHERION zu etwas Neuem. Ich finde es toll, Geschichten über Österreich zu erzählen und alte Sagen und Legenden im modernen Gewand zu präsentieren.

Wieviele Freiheiten hast du beim Schreiben von Morbus?

Bernhard Reicher ist der Kopf der PANTHERION-Welt. Mit ihm gemeinsam entstand bei ein paar Bieren die Idee für MORBUS. Zu diesem Zeitpunkt hatte er aber in dem Kosmos schon einiges über die Wiener Gruppe BASILISK festgelegt, was natürlich Kanon war. Das waren aber nur ein paar Zeilen, die als Gerüst dienten.

Das meiste kommt von meiner Co-Autorin Waltraud und mir. Wenn ich einen neuen Roman plane, schreibe ich sowieso ein Exposé. Das bekommt dann auch Bernhard. Bisher hatten wir nur eine Idee, die nicht zum Kanon passte und die wurde dann abgewandelt – alles andere ist ein rein kreativer Prozess, wo uns Bernhard dann auch noch oft zusätzliches Gedankenfutter gab.

Wie geht es mit Morbus weiter?

Mit Grusel, Grauen, Gänsehaut – geheime Militärexperimente, Technologien aus anderen Dimensionen, einer Reise ins Alptraum-Wien, der Pest, Satanisten, dem Grauen, dass aus der Kapuzinergruft kommt – und einer Weißen Frau in der Weststeiermark!

Wieviel Persönliches von dir steckt in Morbus?

Bernd ist sicherlich meine persönlichste Figur. Auch wenn sich seine Lebensbiografie sehr von meiner unterscheidet, kommt in seinen Gedanken und Handeln doch immer wieder etwas von mir hinein. Und auch wenn alle Personen rein fiktiv sind, wird man doch immer wieder von Erlebten beeinflusst. Dort ein Satz, da eine Szene. Petra ist die persönlichste Figur meiner Co-Autorin, die einer verstorbenen Freundin damit ein Denkmal setzt.

Ein Gedanke zu „Interview mit Charly Blood

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