Entspannen mit Häkeln

Handarbeiten und ich – das war bisher, als ob man einem alten Hund einen neuen Trick beibringen wollte … Ich hab mich in der Volksschule das letzte Mal länger damit beschäftigt, wo wir häkeln, sticken, stricken und weben gelernt haben. In der Mittelschule gab’s dann keinen Handarbeitsunterricht mehr, da hatten wir stattdessen „Werken“. Da ging’s dann also um verschiedene handwerkliche Sachen, wo wir mit Holz, Papier, Ton und anderen Materialien gearbeitet haben.

Häkeln

Ich kann mich auch erinnern, dass ich Handarbeiten ganz gleich welcher Art als Teenager ziemlich uncool fand – ich hatte einfach die kratzigen Strickjacken und Strümpfe vor Augen, die meine Oma für uns Enkelkinder gestrickt hat … Aus diesem Grund hab ich dann auch alles, was irgendwie nach Handarbeiten gerochen hat, entsorgt – alles bis auf die Häkelnadeln, weil die praktisch waren und sind, wenn es darum geht, einen losen Faden zu schnappen und nach innen zu ziehen, ihn also verschwinden zu lassen, ehe man ihn abschneidet 🙂 .

 Beherrsche ich Handarbeiten noch?

Vergangenes Wochenende hat Monika dann auf ihrem Blog den Beitrag über das Yarncamp veröffentlicht – und nach über 25 Jahren hat es mich auf einmal in den Fingern gejuckt, herauszufinden, wie viel von meinen Handarbeitsfähigkeiten noch übrig ist 😀 … Gesagt, getan. Ich hab mich auf die Suche nach den Häkelnadeln in meinem Schreibtisch begeben, hab in meinem Geschenkpapier-Karton nach der Wolle gesucht, die ich dort zum Einwickeln anstelle von Bändern und so aufbewahre und hab mal probiert, was da noch geht.

Okay, ich gestehe, ein klein wenig hab ich mir von Youtube mit einigen Einsteiger-Videos (Stichwort: „Häkeln für Anfänger“) helfen lassen, ansonsten wäre der Versuch wohl gleich gescheitert 😉 … Aber schon beim Zusehen hab ich mich erinnert, dass es so gegangen ist, Schlaufe machen, in der ersten Reihe Luftmaschen häkeln und dann mit einem anderen Maschentyp weitermachen. Feste Maschen dürfte ich auch als Kind oft gehäkelt haben, genauso wie Stäbchen, wobei ich mir da nicht sicher bin, ob wir neben den halben auch ganze Stäbchen gemacht haben …

Häkeln heißt entspannen für mich

Auf jeden Fall weiß ich noch, dass ich damals Topflappen gehäkelt habe, dafür mussten wir ein eigenes Häkelgarn kaufen. Wer in der Familie die dann geschenkt bekommen hat, weiß ich aber nicht mehr. So weit bin ich im Moment allerdings noch nicht, im Moment begnüge ich mich damit, einfach so ein bisschen feste Maschen zu üben, wenn ich gerade Lust dazu habe. Denn ich habe festgestellt, dass ich mich dabei entspanne: Ich mache sozusagen „meditierendens Häkeln“ 😀 .

Gott sei Dank ist Häkeln nicht ganz so kompliziert wie Stricken und ich halte die Nadel auch mit der rechten Hand (obwohl ich eigentlich Linkshänder bin) – das hilft beim Nachmachen bei den Youtube-Videos. Das bedeutet, ich kann mich ganz darauf konzentrieren, den Faden durch die Schlingen zu ziehen … Dazwischen kontrollieren, ob man nicht eine Masche verloren oder vergessen hat (Das geht wesentlich leichter, als man denkt) – und fertig.

Was daraus wird?

Alles, was mich sonst beschäftigt, kann ich damit eine Zeit lang abschalten. Da spielt es für mich auch keine Rolle, wenn ich im Moment beim Verarbeiten der Wolle kein besonderes Ziel habe (Obwohl ich im Internet zum Teil wirklich sehr niedliche Sachen gesehen habe, die DIY Fans gehäkelt haben). Ich möchte im Moment einfach nur erreichen, meine Maschen möglichst gleichmäßig und nicht zu fest zu häkeln – mit dem letzeren hatte ich schon als Kind Probleme, ist mir wieder eingefallen 🙂 …

4 Gedanken zu „Entspannen mit Häkeln

  1. Isabel Anger

    OOOOOOH, ich liebe Häkeln! Sollte ich auch mal wieder machen – derzeit hab ich mehr Nähen im Kopf 😉 Und ich stimme dir zu: Häkeln (und Handarbeiten im Allgemeinen) ist sehr meditativ!

    Antwort
  2. Mia

    Wenn ich mich entspannen möchte und einfach mal den Kopffrei bekommen möchte dann ist Häkeln genau das Richtige für mich 🙂 Ganz liebe Grüße vom Wellnesshotel Dolomiten

    Antwort
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