Mein Schreibstil im Blog

Erinnert ihr euch noch an den Webmasterfriday? Ich habe das Konzept ganz am Anfang hier im Blog einmal vorgestellt. Seither habe ich immer wieder die Themen bzw. die Fragen so verfolgt, die dort gestellt wurden. Zur Erinnerung: Einmal in der Woche wird ein Thema bekanntgegeben, zu dem jeder einen Text beitragen kann, wenn er Lust hat. Das reicht von ganz allgemeinen Themen, Bloggen, IT-Themen bis zu Dingen, die mit dem Web eigentllich eher wenig zu tun haben.

Schreiben

© Hebi65 / pixabay.com

Heute möchte ich auch einmal dazu etwas beitragen, da ich das aktuelle Thema „Schreibstil im Blog: frei Schnauze oder elaboriert?“ wirklich interessant finde. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir die Frage noch nie so richtig gestellt, denn ich schreibe meistens frei von der Leber weg – zumindest bei meinen privaten Texten im Blog hier. Beruflich ist das verständlicherweise etwas anderes, da geht es natürlich darum, zu bestimmten Themen zu recherchieren und dann einen guten Text dazu zu verfassen.

Allerdings habe ich mich dabei ertappt, dass das berufliche Schreiben durchaus auf mein privates Schreiben hier abfärbt. Ich bemühe mich mittlerweile immer, gute und verständliche Sätze zu schreiben und nicht zu lange und zu verschachtelte Sätze zu machen. Texte ordentlich strukturieren (Absätze machen!) und so – das ist in meinen Augen enorm wichtig. Ich möchte ja, dass meine Texte gelesen werden. Frei nach dem Motto von Wolfschneider – „Einer muss sich plagen: Entweder der Autor oder der Leser“ – möchte ich es meinen Lesern nicht unnötig schwer machen.

Der eigene, persönliche Stil, gemischt mit ein paar Grundregeln des Schreibens, ergibt für mich meistens einen guten Text. Im Gegensatz zu meinen beruflichen Texten habe ich hier im Blog aber die Freiheit, ein wenig Humor (auf gut Österreichisch: Schmäh 😉 ) einzuarbeiten. Ich mache das meistens dann, wenn ich das Gefühl habe, dass ich damit meine Kritik an bestimmten Dingen ein  wenig freundlicher formulieren kann.

In diesem Zusammenhang ist mir Rechtschreibung auch sehr wichtig, muss ich gestehen. Perfekt muss sie nicht sein (Das ist meine ja auch nicht, viele Grüße von all den Flüchtigkeitsfehlern, die ich schon gemacht habe), aber zumindest eine erkennbare Großkleinschreibung sollte es schon sein. Ich sehe immer wieder Blogs, wo konsequent kleingeschrieben wird – und das ist für mich für die Lesbarkeit bei längeren Texten wirklich schlimm. Ich lasse mir das ja einreden, wenn es wirklich um schnelles Tippen und Austauschen (beispielsweise in Chatmessengern) geht, aber bei einem ganz normalen Text finde ich das nicht gut. Ich lese solche Texte wirklich nur noch, wenn ich muss …

Flüche und Schimpfwörter verwende ich eigentlich nie – allerhöchstens, dass ich Sch… andeute 😉 . Das hat für mich in einem öffentlichen Text (und was ist öffentlicher als ein Blog?) nichts verloren. Klarerweise schimpfe ich manchmal im Gespräch mit jemandem, aber im Internet ist das ganz etwas anderes. Da ist Fäkalsprache für mich Troll-Niveau, ganz ehrlich – und darauf will ich mich nicht einlassen.

3 Gedanken zu „Mein Schreibstil im Blog

  1. Pingback: Schreibstile und so weiter - NachrichtenflussNachrichtenfluss

  2. Alexander Liebrecht

    Diesen Post möchte ich auf der heutigen Runde noch mitnehmen und ich kann dazu sagen, dass ich auch auf die Rechtschreibung achten muss. Ich bin zwar nicht in Deutschland geboren, dennoch denke ich mir mal, nicht so schlecht Deutsch zu beherrschen. Zumindest hat sich deswegen noch kein Leser beschwert 😉

    Schimpfwörter nutze ich nicht und alles wird je nachdem gross und klein geschrieben. Das gehört einfach zum eigenen Blogger-Schreibstil und zu der deutschen Rechtschreibung. Falls jemand alles nur noch klein schreibt im eigenen Blog, dann mag es ich nicht mal lesen. Es ist sehr mühsam, dort noch durchzusehen und wir Blogger halten uns an die deutsche Grammatik. Ein bisschen schadet nicht.

    Auch ich blogge frei von der Leber und wie es sich ergibt. Dabei achte ich auf all das hier Erwähnte, sodass der Text gut strukturiert ist. Zudem nahm ich es mir vor, meine Blog-Kommentare-Blogposts interaktiver zu gestalten. Ich möchte damit erreichen, dass auch solche Posts komplett durchgelesen werden. Neulich meinte jemand, es wären eine Textwüste und nun muss ich etwas eingreifen und werde einige der Screenshots aus den verlinkten Blogs einsetzen. Das lockert den langen meistens 1000-Wörter-reichen Text um einiges auf.

    Antwort

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