Leser oder nicht Leser?

Beim Webmasterfriday geht es diese Woche um das Thema „Neue Leser gewinnen – oder zufrieden sein?„. Ich gestehe, eigentlich wollte ich diese Woche mich um ein gänzlich anderes Thema kümmern, aber ich finde im Moment einfach nicht die Ruhe, den Beitrag in Ruhe auszuarbeiten … Zu viele andere Dinge fordern derzeit meine Aufmerksamkeit, also seid bitte nicht böse (Da is irgendwie bald so ein komisches Fest, wo man sich Geschenke macht und gemeinsam Zeit unter einem Nadelbaum verbringt 😉 ).

Leser

© Hans / pixabay

Als ich das neue Webmasterfriday-Thema dann gelesen habe, ist mir spontan das diesjährige Barcamp in Graz wieder eingefallen, wo bei einer Session genau dieselbe Frage auftauchte … Und ich weiß noch sehr genau, was ich damals geantwortet habe: Mir ist es nicht (mehr) wichtig, wie viele Leser mein Blog hat. Ein paar gibt es sicherlich, denn das verraten mir meine Zugriffszahlen auf die Seite, und ein paar von ihnen sind auch so lieb und kommentieren gelegentlich (worüber ich mich natürlich sehr freue).

Ich bin mit meinen kleinen Leserzahlen mittlerweile vollauf zufrieden. Früher wollte ich (vermutlich wie die meisten Blogger) viele Leser haben. Verständlich, denn irgendwie schmeichelt es ja auch dem eigenen Ego, wenn man das Gefühl hat, dass viele Leute das gut finden, was man im Schweiße seines Angesichts geschrieben und im Netz veröffentlich hat. Heute schreibe ich hier, weil es mir Spaß macht zu schreiben und ich gerne Texte verfasse. Wenn das auch jemand anderem gefällt, freut es mich natürlich, aber ich sitze jetzt nicht weinend im stillen Kämmerlein, wenn keine Reaktion auf meinen Beitrag erfolgt 😀 .

Wenn ich Lust und Zeit habe, schaue ich gerne auf andere Blogs (auch auf die meiner Ironblogger-Kollegen), lese und kommentiere (Gerade weil ich weiß, dass Kommentare ein Blog lebendig machen, hinterlasse ich immer wieder welche). Wenn dadurch Leute auf mein Blog finden, fein, gut so. Aber ich setze mich jetzt nicht hin und pflastere deswegen das Web mit meinen Kommentaren voll, nur um möglichst viel Werbung für mich zu machen. Wenn es passt, dann passt es – wenn nicht, eben nicht, ganz einfach 🙂 .

Fazit: Ich finde, am wichtigsten ist, sein Blog und seine Texte als erster zu lieben! Erst dann kann man anfangen, auch andere dafür zu begeistern.

15 Gedanken zu „Leser oder nicht Leser?

  1. Tina

    Die eigenen Texte als erster zu lieben ist, finde ich, eine tolle Aussage. Wenn ich schon selber meine Texte nicht mag, warum sollten Fremde sie dann mögen.
    LG und ein schönes Wochenende
    Tina (mit einer ebenfalls überschaubaren Lesergemeinde)

    Antwort
  2. Alex L

    Hi,
    also ich schreibe auch gerne erstens für mich und dann darf und soll alles andere kommen. Bei meinen noch sehr jungen neuen Blogs habe ich noch keine Leser, aber das hängt von dem ab, wie oft und was ich publizieren werde.

    Mit den Bloglesern schreibt sich etwas besser, wie ich finde, denn so bekommt man Feedback´. So ganz für sich allein, möchte ich nun auch nicht sein und es ist immer mal wieder schön, wenn jemand kommentiert.

    Aber wenn es nicht so ist, dann ist es auch kein Thema. Man hat immer noch das eigene Blog, wo man mit Spass dran arbeitet, um besser zu werden.

    Bei diesem WebmasterFriday machte ich auch mit und bloggte meinen Senf.

    Ich denke, dass die meisten Blogs schon über kurz oder lang zu den eigenen Lesern gelangen, auch wenn es ein paar Jährchen dauert. Manchmal dauert es eben und hängt ja auch von dem Blogger ab. Wie oft schreibt man und was man tut, um das Blog zu promoten und so weiter.

    Allein schon mit den Kommentaren woanders lässt sich einiges erreichen und wenn man das regelmässig macht, werden die ein paar Besucher schon zum eigenen Blog kommen.

    Antwort
    1. Henriette Autor

      Hallo Alex, nein, dein Kommentar ist nicht weg, nur in meiner Moderation gelandet 🙂 … Hast du keine Benachrichtigung „Kommentar erwartet Freischaltung“ gesehen?
      LG Henriette

      Antwort
      1. blogsash

        Danke Henriette,
        ich habe erst den Kommentar-Text und dann die Daten darunter eingetragen, doch dann nach dem Absenden kam das mit dem WordPress.com – Konto und da dachte ich mir, dass der Kommentar weg ist. Daher habe ich mich dann mit dem WordPress-Konto verbunden und schrieb noch einen Kommentar, den du aber gerne löschen kannst. Im Prinzip ist es das gleiche, wie der letzte Kommentar.

        Antwort
  3. Hans

    Hallo, da bin ich „Opfer“ dieses Kommentarsystems geworden, und mein längeres Feedback ist futsch 😉 . Seinen Blog und seine Beiträge selbst zu lieben, ist natürlich super. Ich bin etwas „irritiert“, wenn ich von Bloggern lese: „ich mach eine Kommentar-Tour, damit ich Leser abstauben kann“ (so in etwa sinngemäß. Ich bin auch nicht immer der Gute. Aber wenn ich kommentiere, dann deswegen, weil ich etwas sagen möchte. Wenn man sein Blog liebt, und seine Beiträge danach schreibt, dann spiegelt sich das auch positiv wieder. Ich habe Deinen Beitrag gerne gelesen. HG Hans

    Antwort
    1. Henriette Autor

      Hallo Hans!
      Irgendwie ist das merkwürdig, ihr seid jetzt heute die ersten, die Probleme haben. Trotzdem lieben Dank für deine netten Worte, sie haben mich sehr gefreut 🙂 .
      Ich check jetzt mal die Einstellungen von WordPress, ich hatte letztens umgekehrt ähnliche Probleme beim Blog einer Ironblogger-Kollegin, da war der Kommentar auch weg – und sie hostet selbst …
      Liebe Grüße
      Henriette

      Antwort
  4. Pingback: Bloggst du auch nur, um neue Leser zu gewinnen? › Netzexil.de

  5. Henriette Autor

    Ach du meine Güte, irgendwie hängt dieser Zwang mit dem Login anscheinend damit zusammen, ob wordpress.com die Adresse kennt oder nicht. Wenn ja (also auch ein Gravatar hinterlegt ist), leitet er mich um und fordert zum Einloggen auf … Wenn nein, kann ich ganz normal kommentieren. Was hat sich Auttomatic denn bloß dabei gedacht??

    Antwort
  6. Horst Schulte

    @Henriette: Als Blogger muss man für das Schreiben schon einen Nerv haben. Sonst wird man dabei nicht froh. Wer nur deshalb bloggt, weil er auf eine entsprechende Resonanz der geneigten Leserschaft hofft, wird gerade am Anfang sicher schnell enttäuscht werden. Viele führen ihre Blogs dann nicht mehr weiter. Das ist schade, weil etwas Geduld braucht es vor allen Dingen. So ganz nehme ich es dir ja nicht ab, dass du nur aus purer Freude am Schreiben bloggst. 🙂 Aber – wie gesagt – ohne diese Freude macht dieses schöne Hobby sicher keinen Sinn.

    Ich lese zwar recht viel in ganz verschiedenen Blogs, ich kommentiere aber nur ziemlich selten und eher wenig. Daran sollte ich vielleicht mal arbeiten. Denn von nichts kommt halt nichts. Jedenfalls sicher keine Kommentare. Und, wenn man auf die Statistiken schielt, auch eher weniger Besucher.

    Nicht zuletzt hängt das alles aber vom Thema ab, dem man sich als Blogger verschrieben hat. Mitunter gelten vielleicht allgemein gültige Regeln überhaupt nicht. Das erlebt man z.B., wenn man durch einen Zufall oder wie auch immer in ein „Wespennest“ sticht und plötzlich einen viel gelesenen Blog besitzt. Es gibt Beispiele dafür, dass solche Blogger diese einmalige Chance genutzt haben und heute noch sehr erfolgreich sind.

    Antwort
      1. Horst Schulte

        Bei mir spielt daneben noch etwas anderes eine Rolle. Es handelt sich zwar um einen naiven aber auch beständigen Gedanken. Es könnte ja sein, dass ich mit dem einen oder anderen Satz sogar Leser erreiche, die meinem Geschreibe etwas abgewinnen können 🙂 Ich wünsche dir einen schönen Sonntag. LG Horst

        Antwort
  7. georgtonk

    Gerade bei meinem persönlichen Hunde-Blog ist mir eigentlich auch lieber, ich habe wenige Leser, die sich an meinen kleinen Geschichten freuen können, als viele Leser, die eigentlich gar nichts mit meinen Ergüssen anfangen können 🙂 MIr ist also lieber, ich hab Leserinnen und Leser, die sich unterhalten fühlen, als Menschen, die womöglich Erziehungstipps bei mir erwarten 🙂 Und mir dann womöglich welche geben ….
    Lieber wenige gut unterhalten als einige frustriert.
    Schöne Grüße
    Georg

    Antwort
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