Ein Jahr Fitbit Flex

Ein paar von euch wissen es vielleicht: Ich habe zu Weihnachten 2013 ein neues Spielzeug bekommen, und zwar ein Fitbit Flex. Jetzt haben wir mehr als ein Jahr später, damit kann ich wohl mit gutem Gewissen meine Eindrücke niederschreiben 🙂 .

Was ist das Fitbit Flex?

Das Fitbit Flex ist eines der ersten Wearables, das 2013 auf den Markt gekommen ist. Im Vergleich zu vielen anderen Geräten ist es mittlerweile wahrscheinlich schon ein wenig veraltet, da es im Grund eigentlich nur einen Schrittzähler und einen Schlafmodus hat. Für den täglichen Gebrauch reicht es aber, wenn man ein Smartphone besitzt, das mit dem Flex über Bluetooth kommunizieren kann. Vorausgesetzt, man hat eine funktionierende Internetverbindung, kann man auf diese Weise jederzeit seine Daten synchronisieren und sehen, wie viel man sich bewegt hat.

Fitbit Flex

Geliefert wurde das Gerät mit zwei unterschiedlich langen Kautschuk-Armbändern, in die man den Sensor steckt. Darüber hinaus befand sich ein Dongle (damit man auch direkt am Rechner mit  seinem Account synchronisieren kann) und ein Ladegerät mit USB-Stecker in der Schachtel. Das bedeutet, dass man einen Adapter braucht, wenn man sein Flex an einer Steckdose aufladen möchte (Den hatte ich allerdings schon).

Bei Fitbit.com registrieren ist notwendig!

Um Daten zu speichern bzw. selbst aufzuzeichnen, braucht man bei Fitbit.com einen Account. Das Fitbit zeichnet die täglichen Schritte, die aktiven Minuten und den Kalorienverbrauch automatisch auf. Darüber hinaus kann man Ernährung, Schlafgewohnheiten und noch einiges mehr manuell hinterlegen. Das einzige, was ich hier regelmäßig eingetragen habe, waren meine Schlafzeiten, den Rest bis auf meine Zeiten im Fitnessstudio habe ich eigentlich ignoriert.

Fitbit Flex in der Schachtel

Das System setzt grundsätzlich ein tägliches Schrittpensum von 10.000 Schritten voraus, durch die Bluetooth-Verbindung zum Smartphone ist das Fitbit in der Lage, einem mitzuteilen, ob man dieses Pensum erreichen wird oder nicht. Manchmal kommt auch die Meldung, dass nur noch beispielsweise 1500 Schritte fehlen, um das Ziel zu erreichen.

Fürs genaue Messen nicht geeignet

An dieser Stelle sollte ich wohl erwähnen, dass es durchaus möglich ist, den Zähler zu betrügen. Je mehr man seine Arme vor und zurück bewegt, desto eher ist das Fitbit der Meinung, dass man sich aktiv bewegt, auch wenn man nur am Platz steht und die Arme bewegt. Ich vermute allerdings, dass keines der derzeit am Markt befindlichen Geräte wirklich gegen Manipulation gefeit ist, man darf also nicht davon ausgehen, dass die gelieferten Daten vom Schrittzähler wirklich zu 100 Prozent richtig sind. Man sollte das eher als Richtwert sehen, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass sogar unterschiedliche Fitbit-Geräte verschiedene Werte für ein- und denselben Tag zurückliefern.

Verlässlichkeit des Fitbit Flex

Ich habe im Netz einige Artikel gefunden, in denen stand, dass ihr Zähler nach etwa sechs Monaten den Geist aufgegeben hat. Das ist mir bisher nicht passiert, allerdings hat das erste der beiden Armbänder (das kürzere) nach gut 10 Monaten Materialermüdungen gezeigt: Das Material ist an der Stelle, an der man den Sensor einsetzt, spröde geworden und ist eingerissen. Ende November habe ich es dann durch das längere Armband ersetzt, mal sehen, wie lange dieses halten wird.

Ich gebe zu, es hat zwischendurch schon einige Phasen gegeben, wo ich gute Lust hatte, es nicht mehr zu tragen. In Zeiten von permanenter Transparenz und Datenunsicherheit muss man schon gut überlegen, welchem Anbieter man welche Daten zur Verfügung stellt. Dass es ein interessanter Markt werden wird, haben ja schon Google und Apple bewiesen mit ihren Fit-Programmen bzw. SmartWatches.

Mein Fazit

Ich werde mein Flex jedenfalls noch eine Weile tragen, werde es wahrscheinlich aber dann ablegen, wenn das zweite Armband ebenfalls seinen Geist aufgibt. Nach einem Jahr kann ich recht gut einschätzen, wie viel oder wenig ich mich tatsächlich bewege und wie meine Schlafgewohnheiten aussehen – das war eigentlich hauptsächlich das, was mich wirklich interessiert hat und warum ich mir gegen Ende 2013 das erste Mal diese Geräte genauer angesehen habe.

4 Gedanken zu „Ein Jahr Fitbit Flex

  1. tominmuc

    Irgendjemand meinte mal, man solle mindestens 10.000 Schritte am Tag gehen. Also im Alltag. Ich habe meinen Schrittzähler im iPhone schon eingebaut, was ich sehr praktisch finde. Keine Ahnung ob der nun genau ist oder nicht. Aber da ich es nicht in der Hand halte, kann ich den Schrittzähler auch nicht durch hin- und herschwenken der Arme betrügen. 🙂

    Antwort
  2. Henriette Autor

    @tominmuc
    Hast du dein iPhone wirklich immer bei dir? Es gibt ja von Fitbit auch ein anderes Gerät, das One, das man in die Tasche stecken kann … Das zählt im Vergleich zu meinem meistens mehr. Wobei ich gesehen habe, dass man auch hier schummeln kann, weil es die Bewegungen beim Radfahren anscheinend als Gehen erkennt :D.
    Ich denke ja schon, dass diese Geräte alle nicht genau messen können – wie auch? Nicht umsonst sind klassische Pulsuhren auch noch immer am Markt :).

    Antwort
  3. tominmuc

    @Henriette
    Ja – ich habe mein iPhone immer dabei. Also wenn ich zu Fuß unterwegs bin. Da eingebaut, verwende ich es. Nur habe ich leider bisher keine Möglichkeit gefunden die Daten übersichtlich auszuwerten und zu archivieren.

    Antwort
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