35 Jahre – und kein bisschen leise

Ungefähr so muss man sich die EAV auf der Bühne vorstellen, wenn man sich das Vergnügen gönnt, sich eines der Konzerte aus der aktuellen Werwolf-Tour anzusehen. Ich gebe zu, die Entscheidung, mal wieder ein Konzert von der EAV anzuschauen, fiel recht spontan – und obwohl das Konzert in Graz so gut wie ausverkauft war, gab es knapp 14 Tage vorher doch noch einige Restkarten.

EAV Werwolf Tour #1

Die Wikipedia verriet mir dankenswerterweise, dass es aktuell ein neues Album gibt (Irgendwie gehen aktuelle Musikstücke mittlerweile fast vollständig an mir vorbei, weil ich kein Radio mehr höre). Flugs natürlich mal auf Youtube ein bisschen reingehört (Eine gute Vorbereitung ist schließlich das A und O 😀 ), dabei habe ich gleich weitere Songs gefunden, die bei der aktuellen Tour gespielt werden. Und obwohl diese Konzert-Reihe mehr oder weniger eine Promo-Tour für das neue Album „Werwolf-Attacke“ ist, kamen auch die alten Songs nicht zu kurz.

EAV Werwolf Tour #2

Da wir sehr spät Karten gekauft hatten, saßen wir zwar in der letzten Reihe, diese hat aber auch so ihre Vorteile (mehr Platz für die Füße, und anlehnen kann man sich mit dem Kopf auch 😉 ). Spätestens beim „Sandlerkönig Eberhard“ gab’s dann sowieso kein Halten mehr, besonders die alten EAV Songs haben die Angewohnheit, immer wieder aus den Untiefen meines Gedächtnisses aufzutauchen – lautes Mitsingen war ja schon fast Pflicht (Sehr zum Ärger meiner Sitznachbarin links von mir, war aber nicht mein Problem 😀 ).

EAV Werwolf-Tour #3

Zwischen den einzelnen Songs trat Klaus Eberhartinger, Sänger und – Zitat – Conferencier, immer wieder sehr kritisch auf. Auch die Texte des neuen Albums sind insgesamt sehr kritisch und fast eher ernst zu nennen, man merkt, dass sich die EAV in den letzten Jahren sehr verändert hat. Und wenn ich ehrlich bin, ein ganz klein wenig vermisse ich diesen feinen, aber wohldosierten sarkastischen Humor von früher noch immer – irgendwie ist es heute nicht mehr so wie früher.

EAV Werwolf Tour #4

Das Publikum selbst blieb in meinen Augen relativ lang eher unbeteiligt, eigentlich erst gegen Schluss kam so etwas wie Leben in die Halle, als die Leute aufsprangen und nach vorne zur Bühne liefen. Und erst bei den Zugaben, wo es quasi als Medley die alten Hits gab, kam wirklich Leben in die Halle 🙂 . Der letzte Song war dann – wie immer? – „Morgen“, wo sich die gesamte Band bei einem Bier auf der Bühne gut gehen ließ und auch mal das Publikum die altbekannten und beliebten Zeilen mitsingen ließ …

Fazit: 35 Jahre Bühnenerfahrung haben die Band verändert, aus den jungen und unbekümmerten Typen ist eine erwachsene und bissige Truppe geworden, die unserer Gesellschaft mit seinen Songs einen Spiegel vorhält. Gerade die alten Songs beweisen aber nur allzu deutlich, dass wir auch in 35 Jahren nicht wirklich schlauer geworden sind …

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