Endstation Meer – ein Preview für uns Frans

„Endstation Meer“ ist der Titel einer Wanderausstellung, die für vier Monate Station in Graz macht. Im Rahmen des Fran-Projekts durften wir diese Woche am Mittwoch mit einem Preview einen ersten Blick darauf werfen …

Ich gebe zu, ich hatte schon im Vorfeld ein mulmiges Gefühl, weil ich mir ziemlich sicher war, dass ich da Dinge zu sehen bekommen würde, die ich nicht angenehm finden würde – und was soll ich sagen? Genau so war’s auch.

Endstation Meer #1

Das erste, was ich beim Betreten des ersten Raums wahrnahm, war der Geruch. Eine Mischung aus Salz und Plastik, besser kann ich es nicht beschreiben. Und alleine dieser Geruch drehte mir fast schon den Magen um. Dazu die Information, dass dies alles Müll ist, der bei Hawaii aus einem der weltweit größten Müllstrudel im Meer gefischt wurde …

Endstation Meer #2

In den weiteren Räumen wird gezeigt, mit wie viel Plastik wir uns mittlerweile umgeben und warum, obwohl es auch Möglichkeiten gibt, auf Plastik zu verzichten. Die Haltbarkeit von Plastikstoffen ist erschreckend lang und verschiedene Bilder zeigen, wie Plastik letztendlich zurück in unsere Nahrung gelangt … Auch hier wurde mir wieder fast übel und in dem Moment wollte ich gar nicht wissen, wie viel Mikroplastik wir eigentlich schon zu uns genommen haben, ohne es zu wissen.

Endstation Meer #3

Der Gedanke jedoch, dass wir mit dem Plastik für die Archäologie der Zukunft sorgen, war mir nicht neu. Ich hatte mir das schon öfter überlegt, was in 1000 oder 2000 Jahren von uns heute wohl zu finden sein wird – und unsere Plastikprodukte sind ein heißer Kandidat, gerade weil sie lange brauchen, bis sie abgebaut werden.

Die weiteren Räume zeigen anschaulich, mit wie viel Plastik wir uns in unserem täglichen Leben umgeben und wie aufwendig die Herstellung der einzelnen Stoffe ist. Viele davon sind im Zusammenhang mit Kleinkindern verboten …

Endstation Meer #4

Auf einem Tisch wurden Alternativen gezeigt, die man anstelle von Plastik verwenden kann, wobei ich mir bei den Lunchboxen und Trinkflaschen ebenfalls Gedanken machte. Ist Aluminium wirklich so eine gute Alternative zu Plastik? Ich habe erst vor kurzem eine Dokumentation gesehen, wo sehr kritisch hinterfragt wurde, ob nicht auch dieser Stoff schädlich für uns ist …

Ganz am Ende der Führung durften wir noch verschiedene Produkte wie Einkaufssackerl, Putzschwämme, Strohhalme zum Testen etc. entgegen, die aber in diesem Fall nicht aus Plastik sind. Ich habe mir fürs Einkaufen ein Netz und ein Sackerl genommen und bin schon gespannt, was dabei herauskommen wird 🙂 .

Ganz zum Schluss möchte ich mich hier auch nochmal bei Bernd Moser und Michael Knopp bedanken, die sich die Zeit genommen haben, uns durch diesen Preview begleiteten und geduldig unsere Fragen beantwortet haben.

Wenn ihr euch noch ein genaueres Bild machen wollt, worum es in der Austellung geht, möchte ich euch auf folgendes Youtube-Video und die Beiträge im Museumsblog zur Ausstellung verweisen:

2 Gedanken zu „Endstation Meer – ein Preview für uns Frans

  1. Universalmuseum Joanneum

    Danke Henriette für den Besuch. Bernd Moser und Niki Knopp haben euch gerne durchgeführt und natürlich sind wir alle froh, wenn die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung ihren Plastikverbrauch kritisch hinterfragen.
    Liebe Grüße
    Christoph

    Antwort
  2. Pingback: Alternativen zum Plastiksackerl | [Der:Die:Das] Blog

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s