Walk, walk, Instawalk!

Instagram ist immer wieder für Überraschungen gut, ich habe darüber ja schon vor längerer Zeit mal einen Beitrag geschrieben … Instagram ist aber auch eine gute Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen. Wie man das macht? Man trifft sich bei einem Instameet oder geht gemeinsam auf einen Instawalk. Oft ist es auch beides, zuerst ein gemeinsamer Instawalk und danach noch ein gemeinsamer Instameet 🙂 .

Ich habe vergangenes Wochenende wieder einmal bei einem Instameet mitgemacht, der von Wolfgang Kühnelt (haubentaucher.at) in der Südoststeiermark organisiert wurde. Treffpunkt war zu Mittag in Fehring bei der Berghofer Mühle. Kaum angekommen, entdeckten wir schon die ersten „Kollegen“, die fleißig mit dem Smartphone durch den Hof flitzten :). Um 14:00 ging es dann für alle gemeinsam los und wir durften einen ersten Blick in den „Maschinenraum“ der Berghofer Mühle werfen.

Berghofer Mühle #1

Da die Mühle schon recht lange direkt an der Raab steht, hat sie nämlich einen eigenen Stromgenerator. Ist genügend Wasser vorhanden, ist es sogar möglich, den überschüssigen Strom in das örtliche Stromnetz einzuspeisen. Leider war die Turbine nicht in Aktion, weswegen wir uns mit einem Blick darauf begnügen mussten.

Berghofer Mühle #2

Im Nebenhaus der Mühle ist die Kernölpresse untergebracht, die das ganze Jahr über in Betrieb ist. Im Herbst ist zwangsläufig der meiste Betrieb, aber auch das restliche Jahr wird ein- bis zweimal pro Woche Kernöl produziert. Interessant war in diesem Zusammenhang auch, dass einige Lieferungen aus Niederösterreich ebenfalls den Stempel „Echtes steirisches Kernöl“ bekommen, da sie bei uns gepresst werden.

Berghofer Mühle #3

Im Haupthaus ist die Getreidemühle und die Schule untergebracht. Schule deswegen, da in Zusammenarbeit mit der örtlichen Schule die Schulkinder einige Zeit direkt in der Getreidemühle ihren Unterricht haben. Warum das so ist, ist mir leider jetzt wieder entfallen, es hat aber seinen Charme, auf den alten Holzdielen die alten Bänke zu sehen (Peter Roseggers Waldheimat lässt grüßen 😉 ).

Berghofer Mühle #4

Von technischer Seite bekamen wir auch einiges erklärt, ich gestehe allerdings, dass ich die meiste Zeit nicht folgen konnte und wollte – dafür war das alte Gebäude einfach zu einladend (die vielen Rohre und Maschinen, sowas sieht man auch nicht alle Tage!).

Berghofer Mühle #6

Nach einer Kostprobe des Kernöls und verschiedenen „veredelten“ Kürbiskernen (Habt ihr schon mal Kürbiskerne mit Wasabi-Überzug gekostet? Wenn nein, müsst ihr das unbedingt tun, das schmeckt noch besser als mit Erdnüssen!) erwischte uns endlich das bereits längere Zeit im Norden drohende Gewitter und wir hatten Zeit, die ersten Bilder bei Instagram einzustellen.

Berghofer Mühle #7

Danach ging es weiter zur Zotter Schokoladen Manufaktur nach Bergl bei Riegersburg, dem zweitbeliebtesten Ausflugsziel in der Steiermark (Was das beliebteste ist, weiß ich leider bis heute nicht, aber es wird wohl irgendetwas in Graz sein, vermute ich). 260.000 Besucher im Jahr zeigen deutlich, was uns an diesem Samstag Nachmittag dort erwartete – jede Menge Trubel. Allerdings habe ich mir sagen lassen, dass es eigentlich keinen Tag gibt, wo dort nicht Trubel ist, also muss man wohl beim Besichtigen damit leben 😀 …

Zotter #1

Zu Beginn durften wir ein Film sehen, wo Josef Zotter seine Kakaobohnen bezieht, nämlich von verschiedenen Bio-Bauern aus Belize. Danach durften wir in der Flügelbar (dort wo die Schoko-Schocker ausgestellt sind) für ein paar Minuten den Chef persönlich kennenlernen. Ein Glas Wein und meinen ersten Mehlwurm bzw. meine erste Grille später ging es weiter in den Keller ins Lager, wo wir für ein Gruppenfoto posierten.

Zotter #2

Direkt daneben konnten wir einen ersten Blick auf die gerösteten Kakaobohnen werfen und auch kosten. Eigentlich gar nicht so viel anders als bei Kaffeebohnen, allerdings kommt der typische Kakaogeruch bei den Bohnen schon sehr deutlich heraus (Schmecken tun sie im Vergleich nicht besonders, da fehlen natürlich dann noch die weiteren Zutaten 😉 ).

Zotter #3

Danach starteten wir unseren Rundgang durch das Gebäude, vorbei an den unterschiedlichen Maschinen kosteten wir uns durch die unterschiedlichsten Zutaten, die nach und nach dem Kakao beigemengt werden … Gott sei Dank war ich ja vorgewarnt, was auf mich zukommen würde, weswegen ich mich beim Kosten eher zurückhielt, dafür aber jede Menge Fotos und Videos machte 😀 … Der Raum mit den unterschiedlichen Schokobrunnen ließ auf jeden Fall die Herzen einiger Besucher höher schlagen – und damit meine ich jetzt nicht nur unsere Instagram-Gruppe 🙂 .

Zotter #4

Gut gefallen hat mir auch der kleinen Doppelmayr-Sessellift, der in dem Raum mit der Trinkschokolade installiert war. Kleine Gondeln transportieren jeweils drei Päckchen einer Sorte, die man herausnehmen und in warmer Milch auflösen konnte. Wie ich erfahren habe, hat Doppelmayr Zotters Wunsch anfänglich für einen Witz gehalten, ehe er seinen Lehrlingen im letzten Lehrjahr den Auftrag gab, diesen speziellen Sessellift anzufertigen – so kann’s gehen :).

Zotter #5

Nach dem Schokoladen-Theater ging es gemeinsam noch in den essbaren Tiergarten, vorbei am Friedhof der Ideen (Dort gibt es Grabsteine für Schokosorten, die nie oder nicht mehr am Markt sind) bis zur Öko-Essbar, wo wir auf Kosten des Hauses eine kleine Jause bekamen. Trotz der vielen Süßigkeiten (oder vielleicht auch deswegen?) griffen alle beherzt bei Schinken, Käse und verschiedensten Aufstrichen zu (Hätte es diesen Grammelschmalzaufstrich zu kaufen gegeben, ich hätte auf der Stelle etwas davon mitgenommen 😉 ).

Zotter #7

Zum Schluss suchten die meisten noch einmal den Shop auf, um sich mit den unterschiedlichsten Schokoladen einzudecken, ich nutzte die Zeit für mich, um ein bisschen Ruhe zu tanken, da ich zu diesem Zeitpunkt von den vielen Eindrücken und den vielen Leuten doch schon recht erschöpft war.

Zotter #6

Was Zotter hier auf die Beine gestellt hat, ist wirklich bemerkenswert – denn im Grunde ist das gesamte Gebäude eine riesengroße Verkaufshalle – nach dem Motto „Kostet und kauft“ 😀 . Trotzdem war ich am Ende fast ein wenig überfordert, muss ich gestehen, da hier alle Sinne gleichermaßen gefordert sind. Und nach so viel Süß hatte ich tatsächlich zum ersten Mal in meinem Leben das Gefühl, zumindest für eine bestimmte Zeit lang keine Schokolade mehr sehen zu können 😀 .

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s