Linkgeiz in der Blogosphäre

Beim Webmaster Friday ist am Freitag wieder ein interessantes Thema online gegangen. Martin Mißfeldt fragt dieses Mal, ob der Linkgeiz in der Blogosphäre am Zunehmen ist bzw. ob sich die Blogosphäre 2015 immer weniger verlinkt.

Zugegeben, ich weiß nicht, ob man das nur auf 2015 beschränken kann oder ob diese Entwicklung nicht schon länger schleichend dahingeht. Fest steht auf jeden Fall, dass die allseits beliebte Blogroll, die man noch vor einigen Jahren eigentlich auf jedem Blog finden konnte, mittlerweile mehr und mehr in Vergessenheit gerät.

Links
© Pixabay

Das Warum ist mir eigentlich selbst nicht ganz klar. Versuche hat es schon einige gegeben, es zu erklären, aber keiner ist in meinen Augen wirklich stichhaltig. Aus SEO-Sicht wurde – wenn ich es richtig in Erinnerung habe – damit argumentiert, dass Google solchen Links nicht mehr so viel Wert beimisst.

Zur Erklärung für diejenigen, die sich mit dieser Problematik nicht so viel beschäftigen: Google ist mittlerweile sehr wohl in der Lage zu erkennen, wo in einem Text sich ein Link befindet. In einem Artikel (so wie diesem hier) ist ein Link beispielsweise mehr wert als in einer Seitenleiste oder gar einer Fußzeile. Dazu kommt noch das „nofollow“-Attribut, das man bei einem Link setzen kann (Was das wieder ist, weiß sogar die Wikipedia 🙂 ).

Ich persönlich finde diese Entwicklung sehr schade. Wenn ich einen Text schreibe, verlinke ich in der Regel beispielsweise meine Informationen oder meine Quellen, die ich gebe bzw. verwende. Ich sehe hier in erster Linie den Leser als mein wichtigstes Qualitätskriterium und wenn ich der Meinung bin, dass es notwendig ist, einen Link zu setzen, dann setze ich auch einen. Ich habe selbst umgekehrt schon mehrfach die Erfahrung gemacht, dass ich dankbar war, wenn es einen Link gab und ich den Begriff nicht extra in Google kopieren musste, um die dazu existierende Websie zu finden.

Warum soll man es dem Nutzer zusätzlich schwer machen? Ich möchte doch mit meinen Texten und Informationen dem Leser helfen. Mag sein, dass ich vielleicht ein Idealist bin, aber ich sehe nicht ein, mir von den Spammern, die Google zu diesem Bewerten der Links veranlasst haben, mein Bloggerleben kaputt machen zu lassen. Links gehören einfach zu Blogs, ach was, sie gehören einfach zum Netz. Und wenn man das Internet mit einem menschlichen Körper vergleichen müsste, würde ich sagen, Links sind die Adern, die diesen Körper miteinander verbinden und ihn am Leben erhalten!

Ein Gedanke zu „Linkgeiz in der Blogosphäre

  1. Florian Born

    Ich bin zwar voll deiner Meinung, allerdings hab ich sehr oft einfach das Problem, dass ich keinerlei Links verwende, weil das Wissen entweder selbst zusammengetragen wurde oder ich eh alles relevante aus die Quele nutze. Könnte allerdings auch an meinem kuscheligen Platz in der Nische liegen 😀

    Antwort

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