Ein Herz für Hörbücher / Hörspiele

Wieder gibt es ein Thema, wo ich einfach nicht anders kann, als einen kleinen Beitrag zu schreiben! Martin Mißfeldt vom Webmasterfriday fragt uns nämlich zum Thema Hörbücher bzw. Hörspiele.

Wenn ich es mir so recht überlege, weiß ich eigentlich gar nicht mehr genau, wann meine Liebe für das gesprochene Wort wirklich angefangen hat … Gut, als Kind hatte ich viele Kassetten einiger bekannter Jugendbuchserien (Fünf Freunde, TKKG und so), aber welches Kind hat die nicht? Gut, heute sind es wohl keine Kassetten mehr, aber ihr wisst schon, was ich meine 😉 .

Hörbücher

Als Erwachsene entdeckte ich diese Liebe mehr oder weniger neu, wobei der Hörbuchmarkt vor gut 15 Jahren deutlich kleiner war als heute, es gab lang nicht so viele Produktionen wie heute und viele Bücher wurden nicht als Lesung angeboten – in der Regel war das damals auf aktuelle Bestseller oder Longseller aus dem Belletristik beschränkt, wobei ich jetzt nicht sagen möchte, dass es nicht auch klassische Literatur gab. Ich hatte nur den Eindruck, dass es die meisten Produktionen im Belletristik-Bereich gab. Wobei diese Zeit schon auch aufregend war, da gab es oft Hörspielproduktionen und Lesungen von ein- und demselben Buch gleichzeitig. Auf Anhieb fällt mir hier „Die Päpstin“ von Donna W. Cross oder „Herr der Ringe“ von Tolkien ein.

Diese zweifachen Ausgaben haben meiner Meinung nach aber auch zu viel Verwirrung gesorgt, weswegen man sich wirklich bewusst machen muss, dass ein Hörspiel etwas ganz anderes ist als ein Hörbuch. Ein Hörspiel setzt eine Geschichte in Form von Dialogen, Geräuschen und musikalischen Untermalungen um, damit hält es sich oft nur dem Inhalt nach an eine literarische Vorlage. Oft gibt es auch einen Erzähler, der den Inhalt der Geschichte miterzählt, damit man den Dialogen besser folgen kann.

Audible

Hörbücher jedoch sind meistens Lesungen eines Buchs, eine Sprecherin oder ein Sprecher lesen das Buch also vor. Wenn sie ihren Job gut machen, hat man oft den Eindruck, die Gefühle der Protagonisten hautnah mitzubekommen. Liest ein Autor selbst seinen Roman (Das kann aber auch manchmal ganz schön ins Auge gehen), steht in der Regel „Autorenlesung“ dabei. Gelegentlich findet sich auch der Ausdruck „szenische Lesung“, ein solches Hörbuch stellt oft einen Mix zwischen Lesung und Hörspiel dar, muss aber nicht sein.

Ach ja, und was auch wichtig ist: Oft existieren Hörbücher in gekürzten Fassungen, auch wenn mittlerweile immer mehr ungekürzte Lesungen auf den Markt kommen, da sie beim Publikum – obwohl länger – deutlich beliebter sind. Hier gilt es also auch aufzupassen, was man kauft, weil manche Hörbücher in gekürzter und ungekürzter Fassung nebeneinander erhältlich sind. Ein gutes Beispiel ist hier Ken Folletts „Säulen der Erde“, die Lesung, die ich besitze, ist noch eine gekürzte Fassung (weil älter), es gibt aber mittlerweile auch eine ungekürzte Version zu kaufen.

Was jetzt die Faszination davon ist, sich etwas vorlesen zu lassen, wo man doch selbst ein Buch deutlich schneller lesen kann? Ein Hörbuch ist für mich meistens eine Möglichkeit zu entschleunigen, das Vorlesen zwingt einen mehr oder weniger dazu, sich dem Stoff in einem langsameren Tempo zu widmen. Darüber hinaus nutze ich es auch sehr gern, um mir die Zeit bei manchmal sehr eintönigen Dingen zu vertreiben (Hausarbeit, Aufräumen und solche Dinge halt). Macht ein Sprecher seine Arbeit wirklich gut, ist es einfach ein Genuss, ihm zuzuhören. Fast zwangsläufig habe ich dadurch meine Lieblingssprecher, das ist dann fast wie eine Wiedersehensfreude, wenn man nach längerer Zeit eine neue Produktion mit seinem Liebling hört 😀 .

Gratis Hörspiele

Hörspiele sind in dieser Hinsicht ganz anders, weil natürlich kürzer. Trotzdem höre ich mir mittlerweile ganz gerne welche an, da Hörspielserien für Erwachsene heutzutage nicht mehr viel mit den Kinderproduktionen gemeinsam haben, an die sich die meisten von uns erinnern. Dank Gratis-Hörspiele.de habe ich einige sehr gut gemachte Produktionen kennengelernt – die Seite ist empfehlenswert, wenn man einen Überblick bekommen will, was aktuell so am Markt ist!

Wo und wie ich meinen Hörstoff kaufe, ist für mich eigentlich eher sekundär. Ich habe früher oft CDs gekauft, wie man sieht, mittlerweile habe ich aber (wieder) ein Abo bei Audible – dort kann man bequem jeden Monat ein Hörbuch herunterladen und bezahlt dafür einen bestimmten Preis, der immer gleich ist. Ist vor allem für Vielhörer sehr praktisch, man kann aber auch darüber hinaus sehr bequem Hörbücher kaufen. Eine weitere Quelle ist für mich die Onleihe, ich nutze sie aber meistens nur dann, wenn ich weiß, dass ich viel Zeit zum Hören habe, denn die Leihfrist ist mit einer Woche für Hörbücher doch recht knapp bemessen.

3 Gedanken zu „Ein Herz für Hörbücher / Hörspiele

  1. martin

    Hab früher in der Stadtbibliothek ausgeborgt und auf den mp3 player gespielt für Fitness Center. Z.b Päpstin,1984, es gibt auch ganz gut Sachen von dürenmatt (meine Empfehlung)!
    Lieblings Vorleserin ist die Stimme von Scally von Akte X.
    Mach das aber nimma, lade nun Podcasts.

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  2. Zeitreisender

    Ich höre lieber Hörspiele als Hörbücher. Bei einem Hörbuch muss der Sprecher schon sehr gut sein, damit es für mich nicht zu monoton wird.
    Am liebsten höre ich Hörspiel-Klassiker wie z.B. Paul Temple- oder Maigret-Krimis, Sehr gut gefallen hat mir auch „Der Schwarm“ von Frank Schätzing. Höre auf dem Weg ins Büro (und zurück) aber auch gerne Podcasts, z.B. auf http://www.socialgenius.de und http://www.rechtsbelehrung.com

    Antwort
  3. Henriette Autor

    Podcasts hab ich früher auch recht viel gehört. Jetzt aber nicht mehr, weil es für meinen Geschmack kaum noch interessante Podcasts gibt – und die Zweitverwertungen aus dem Radio zähle ich jetzt einmal nicht dazu …

    Antwort

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