Wie viel (Zeit) investiere ich zum Bloggen …

Diese Woche fragt Martin vom Webmasterfriday, wieviel (Zeit) wir in unsere Blogs investieren. Gute Frage! Das ist nämlich bei mir ehrlich gestanden total unterschiedlich. In letzter Zeit hat es sich herauskristallisiert, dass ich meine Beiträge meistens erst sonntags schreibe, weil ich mir unter der Woche normalerweise nicht die Zeit nehme, mir etwas zu einem Thema zu überlegen. Bin ich allerdings an einem Wochenende verhindert, schreibe ich schonmal einen Beitrag vor, damit auch wirklich jede Woche ein Beitrag erscheint.

Schreiben

Wie lange ich für einen Beitrag brauche, ist relativ unterschiedlich, das hängt auch davon ab, wie gut er mir tatsächlich von der Hand geht. Manchmal schreibe ich einen gefühlten Roman ruckzuck herunter, manchmal strenge ich mich für drei Absätze an, weil ich das Gefühl habe, es ist alles in drei Sätzen gesagt :D. Durchschnittlich sind es zum Schreiben aber – vermute ich – ca. zwei Stunden. Die restlichen Arbeiten wie Kommentare beantworten (so denn mal welche kommen), Spam ausmisten etc. mache ich in der Regel so nebenher, weil sich einiges davon auch über die WordPress App vom Handy aus erledigen lässt.

Was ich definitiv nicht habe, ist ein so eine Art Redaktionsplan, in dem ich festlege, was wann erscheint. Ich halte es zwar durchaus für eine gute Idee und ich denke mir auch, dass es sicher nützlich für mich wäre, einen zu führen, allerdings würde ich es auf Dauer wohl auch ein wenig als Einschränkung empfinden. Meine Blogartikel werden oft sehr spontan geboren (Gut, bei einem Kraut- & Rübenblog wie diesem hier geht das auch einfacher), da schreibe ich oft einfach, was mir so durch den Kopf geht. In Extremfällen fange ich Texte sogar an und weiß erst beim Schreiben, wo es wirklich hingehen soll 😀 …

Abhängig vom Thema des Blogs halte ich es aber durchaus für sinnvoll, sich immer wieder Gedanken zu machen, wie man sein Blog gestalten will. Welche Beiträge will ich veröffentlichen? Will ich Informationen verbreiten? Will ich unterhalten?

Ich habe im Lauf der Zeit beides gehabt, Blogs, die sich mit Gott und der Welt beschäftigen und Blogs, die auf ein bestimmtes Thema zugeschnitten sind. Manchmal sogar auch nebeneinander. In der Zwischenzeit habe ich beides zu schätzen gelernt, da man mit beiden Blogtypen unterschiedliche Lesertypen anziehen kann. Themenrelevante Blogs fand ich im Vergleich zu „normalen“ Blogs aber schon immer aufwendiger. Ich kenne Blogger, die haben auf ihren Blogs schon vorgestellt, wie sie arbeiten, wo ich mir jedes Mal wieder gedacht habe, wow, so viel Zeit, woher nehmen die die denn? 😀

Für mich sind meine Blogs eigentlich reine Freizeitblogs – und darüber bin ich auch sehr froh, denn das erzeugt deutlich weniger Druck. Und ich bin aus demselben Grund auch sehr froh, dass ich keine bekannte Bloggerin bin. Dadurch kann ich mir auch mal die Freiheit nehmen, mein Blog nach Vorankündigung eine Weile liegen zu lassen, ohne einen Beitrag veröffentlichen zu MÜSSEN. Ich glaube, in dem Moment, in dem Moment, in dem ich meine Blogs beruflich führen müsste, weil ich sie zum Überleben brauchen würde, würde sich einiges ändern …

3 Gedanken zu „Wie viel (Zeit) investiere ich zum Bloggen …

  1. Zeitreisender

    Ich mache das so ähnlich wie du.
    Die meisten Blogartikel entstehen spontan, einen Redaktionsplan habe ich auch nicht. Da ich nur privat blogge, sehe ich das ziemlich entspannt. Ich versuche, ca. einmal pro Woche zu bloggen. Wenn mir spontan etwas Interessantes einfällt, auch schon mal zweimal pro Woche.
    Ich bemühe mich, auf jeden Kommentar auch zu antworten. Damit hat der Kommentator auch ein Feedback und sieht, dass mich seine Meinung interessiert.
    Wenn ich mal viele gute Ideen habe, plane ich auch schon mal Beiträge vor, damit sie in regelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Fällt mir gar nichts ein, mache ich eine längere Pause. Nur bloggen um zu bloggen, macht meines Erachtens keinen Sinn. Der Spaß an der Arbeit muss im Vordergrund stehen.
    Liebe Grüße
    Volker

    Antwort
  2. silli62

    Sehr schöner Beitrag. Geht mir auch so das Beiträge vorbereitet werden und co. An manchen Tagen geht es gut an manchen nicht. Manchmal verbringe ich zwei bis drei Stunden mir dem Blog, manchmal nur 10 Minuten.

    Es gibt Tage da bin ich voll motiviert, an anderen habe ich einfach keine Lust etwas zu veröffentlichen oder auch nicht die zeit dazu.

    Antwort
  3. Alex L

    Und diesen lesenswerten Blogpost eben entdeckt. Ich blogge meistens täglich und oft in den späten Abendstunden, wenn ich da noch kreativ bin. Einen Redaktionsplan gibt es bei mir nicht, aber ich weiss immer, was anliegt und was ich verbloggen möchte. Da ich mich mit den CMS und dem Blogging als Themen beschäftige, verblogge ich auch wie so oft ein CMS-Update. Dabei gilt es, einiges zu beachten und meine Leser werden brav darüber in Kenntnis gesetzt.

    Blogkommentare kann ich immer beantworten, wenn ich online bin. Das muss sein und ebenso gehe ich auf jeden Kommentar ein, weil es dazu gehört. Ab und an sind es Comments, zu denen ich nichts beitragen kann. Dann wird es halt so freigeschaltet und gut ist.

    Die Themen-Recherche gehört auch zu meinem Alltag und heute zum Beispiel, wobei ich dich hier besuchen wollte, schaute ich mir die letzte Kommentierrunde mal genauer an. So wusste ich gleich, aha, da muss ich vorbeischauen und nach Neuem stöbern 🙂

    Alles in allem brauche ich für meine Blogposts mehr als eine ganze Stunde und wenn ein OpenSource CMS vorgestellt werden muss, was ich niemals in 400 Wörter packen kann, dann werden daraus auch schon mal zwei ganze Stunden pro Blogpost. Zeit muss sich zum Bloggen genommen werden, wenn es sich einrichten lässt. Auch ich bin nur ein Hobby-Blogger und stehe niemals unter Druck. Ich will halt etwas vorankommen, daher strebe ich dies und jenes an.

    Antwort

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