Blogger Alphabet: D wie Design

Bloggeralphabet

Und wieder sind 14 Tage um – und damit steht ein neues Thema beim Bloggeralphabet an. Hatten wir das letzte Mal den Code (also das Skelett eines Blogs), geht es dieses Mal um das Fleisch bzw. die Haut, nämlich das Design.

Ich habe ja mittlerweile ein etwas gespaltenes Verhältnis zu Design. Das heißt jetzt nicht, dass ich nicht ein schönes Design zu schätzen weiß, aber die meisten Designs sind nicht (mehr?) kreativ. Früher oder später schwärmen gewisse Trends und Farben aus wie gefrässige Heuschrecken auf einer Farm. Und am Ende bleibt oft ein design-technischer Kahlschlag, äh, Einheitsbrei übrig.

Was macht für dich ein gutes Blogdesign aus? Welche Tipps kannst du Blog-Einsteigern da mit auf den Weg geben?

Die Frage ist gut formuliert 🙂 . Denn was gutes Design ist, liegt wohl immer im Auge des Betrachters. Ich sage für mich, dass gutes Design ein Design ist, dass die Inhalte einer Website durch Farbe und Form unterstützt. Das heißt, ein Design ist für mich dann gut, wenn es mir als Besucher hilft zu erkennen, worum es auf einer Seite geht. Bei einer Website beispielsweise, die Blumen verkauft, erwarte ich daher fast ein bisschen unbewusst, dass sie viel Grün verwendet – und natürlich andere freundliche Farben, die bei Blumen vorkommen.

Farben, ihre Bedeutungen und ihre Zusammenstellungen sind meiner Meinung nach daher wichtig – und werden meiner Meinung nach leider immer wieder vernachlässigt. In diesem Zusammenhang würde ich auch Blog-Einsteigern durchaus empfehlen, sich mit Begriffen wie Farbkreis, Primär- bzw. Komplimentärfarbe zu beschäftigen 😉 .

Was ist dir bei deinem eigenen Bloglayout wichtig? Verwendest du vielleicht bestimmte Farben, die charakteristisch für deinen Blog sind und somit einen Wiedererkennungswert schaffen?

Wie immer habe ich ein wenig vorgegriffen :D. Aber um noch ein paar Worte zu meinem eigenen Layout zu verlieren: Es ist für meine Verhältnisse ungewohnt schlicht. Gewöhnlich mag ich es schon, wenn sich zumindest eine oder zwei kräftige Farben in Kombination mit Weiß durch das Design ziehen.

In meinem Fall hier bin ich allerdings bewusst davon abgewichen, weil mir hier die Texte und die Fotos wichtiger sind als das restliche Design. Ich möchte hier durch das, was ich schreibe, Aufmerksamkeit erlangen – und nicht durch mein Design. Wäre ich allerdings ein Grafikdesigner, würde meine Seite wohl anders aussehen …

Die Farben, die ich jetzt auf dem Blog verwende, sind eher gedeckt und sollen Seriosität vermitteln. Und da Blau zu meinen Lieblingsfarben gehört, konnte ich doch nicht anders, als es zu verwenden. Es sind aber keine charakteristischen Farben, das Grau und das Blaugrün waren eine relativ spontane Entscheidung aus dem Bauch heraus.

Wann passt für dich auf einem Blog eher der Magazin-Style (viele angeteaserte Beiträge auf einmal auf der Startseite), wann bevorzugst du die „klassische“ Variante, bei dem die Beiträge gleich komplett angezeigt werden?

Ich bevorzuge ehrlich gestanden fast immer die „klassische“ Variante, weil ich die gut kenne und weil ich mich da leichter auf einem Blog zurechtfinde. Der Magazin-Stil hat aber auch seinen Reiz, vor allem wenn man tatsächlich im Stil einer Zeitung oder eben eines Magazins verschiedene Artikel zu einem Thema schreibt. Wenn außerdem die chronologische Abfolge nicht so eine große Rolle spielt, kann der Magazin-Stil auch seine Vorteile ausspielen …

Was sind absolute No-Gos in Sachen Layout?

Die Antwort auf diese Frage kann man indirekt eigentlich aus dem ableiten, was ich gut finde :). Was für mich damit ein echtes No-Go ist, ist alles, was mich irgendwie vom Inhalt ablenkt. Aus dem Grund sehe ich Werbung auf Blogs auch relativ kritisch, weil ich das viele Blinken und Blitzen von Bannern oft als sehr, sehr störend empfinde.

Und was meiner Meinung nach auch von jeder Website verbannt werden sollte, sind Flash-Animationen jeglicher Art. Es gibt eigentlich nur eine einzige Art von Seiten, wo ich es noch akzeptabel finde – das sind Spiele-Seiten. Aber auf jeder anderen Seite gibt es bereits moderne Alternativen, die es nicht mehr nötig machen, auf diese veraltete Technik zurückzugreifen.

Erinnerst du dich noch an Webdesign-Trends, die heute nicht mehr angesagt sind?

Oh jaaaa … Da ich ja meine ersten Gehversuche mit dem Gestalten von Websites schon Mitte der Neunziger gemacht habe, kenne ich auch noch alle diese Sünden, die man heute nur noch vorsichtig erwähnt, wenn überhaupt. Marquee, Magenta, Gelb, Grün auf schwarzem Grund, ach ja, das waren noch Zeiten :D.

Und dann gab es dank iPhone-Design ab 2007 ja auch diesen Trend zu „Glassy“. Der richtige Name fällt mir gerade nicht mehr ein, aber ich denke ihr wisst schon, was ich meine. Mittlerweile hat sich ja (wieder dank Apple) das Flat-Design durchgesetzt – aber auch das ist wohl nicht gekommen, um zu bleiben, vermute ich …

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