Blogger Alphabet: G wie Geld

Bloggeralphabet

Dieses Mal geht es um den Buchstaben G – und um das, worüber man gewöhnlich nicht redet: das liebe Geld :D. Professionalisierung und Monetarisierung sind ja zwei Begriffe, über die man früher im Zusammenhang mit Bloggen wenig bis gar nicht gesprochen hat. Irgendwie hatte das so einen gewissen miesen Touch, mit Bloggen Geld verdienen zu wollen … Mittlerweile hat die Realität uns aber eingeholt.

In gewissen Bereichen ist es mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass Unternehmen und Blogger Kooperationen eingehen, die für beide Seiten gewinnbringend sind :). Wer so wie ich ein kleines Kraut & Rüben-Blog betreibt, kann hier allerdings nicht soooo direkt mitreden, das ist mir völlig klar. Unsere Ecke (wenn man das überhaupt Ecke nennen kann, ich wüsste nämlich nicht, in welchen Bereich ich mich einsortieren müsste :D) ist in der Regel für solche Interessen wenig interessant, deswegen ist mein Wissen hier eher auf das beschränkt, was ich so aus der Blogosphäre mitbekomme.

Verdienst du Geld mit deinem Blog?

Nein, tue ich nicht. Ich habe mich hier aber ganz gewusst dagegen entschieden, da überhaupt daran zu denken. Jeder braucht seine Spielwiese (zum Schreiben), wo er ganz er selbst sein kann und ohne Druck bloggen kann, worauf er Lust hat, finde ich.

Wenn ja, auf welchem Wege – Sponsored Posts, eBooks oder eCourses, Affiliate-Links, Bannerwerbung, …?

Ich hatte einmal ein Blog, wo mir Geld für einen Beitrag geboten wurde. Ich bin aber darauf nicht eingegangen, damals war mir der Gedanke einfach zuwider, mein Blog und mich für so etwas herzugeben. Auch heute kann ich es mir nur schwer vorstellen, mich für Bannerwerbung herzugeben. Das Geblinke und Getue finde ich noch immer auf anderen Blogs schrecklich. Sponsored Posts oder E-Books könnte ich mir heute im Zweifelsfall schon eher vorstellen, vorausgesetzt es geht um Themen, hinter denen ich stehen kann und wo ich nicht das Gefühl, mich und meine Authentizität dafür zu verkaufen.

Wie stehst du zu Blogkooperationen? Stört es dich etwa auf anderen Blogs, gesponserte Beiträge zu lesen, in denen irgendetwas beworben wird?

Früher hätte ich das kategorisch abgelehnt, da bin ich mir ziemlich sicher. In der Zwischenzeit sehe ich die Angelegenheit etwas lockerer. Blogkooperationen müssen ja nicht zwangsläufig so ablaufen, dass man als Blogger sich nur für Werbung hergibt. Jedoch sollte man schon genau prüfen, was einem da so angeboten wird, denn ich fürchte, noch immer haben viele Unternehmen nicht verstanden, wie das wirklich mit den Blogger Relations abläuft.

Gesponserte Beiträge lese ich normalerweise nur, wenn ich das Gefühl habe, dass sie für mich interessant sein könnten – Werbung muss ja nicht per se schlecht sein. Ich erwarte mir aber schon, dass derjenige, der sein Blog für diesen Beitrag „hergegeben“ hat, dass eine Kontrolle stattgefunden hat, dass der Beitrag also dem gewohnten Niveau entspricht und zum Thema des Blogs passt. Information ja, plumpe Werbung nein!

Was ist für dich eine angemessene Vergütung für beispielsweise eine Produktvorstellung?

Oh, oh, das Thema, wo wahrscheinlich am liebsten und heftigstens diskutiert wird, denn was eine „angemessene“ Vergütung ist, ist sicher nicht so einfach festzustellen. Ich stelle hier ja nur ganz selten Leistungen und Produkte vor – und worüber ich bisher geschrieben habe, war freiwillig, da wurde ich nicht darauf angesprochen, dass ich dies oder jenes vorstellen sollte … Und ich gebe es ganz offen zu, ich stehe mit Produkttester-Blogs genau aus diesem Grund auch ganz gewaltig auf Kriegsfuß, weil ich nicht einschätzen kann, wie sehr sich die Blogger dort kaufen lassen oder nicht.

Aber zurück zur Frage: Ich denke, der Warenwert der meisten Produkte entspricht einem relativen miesen Lohn. Rechne ich die Zeit, die es braucht, um ein Produkt zu bewerten und den dazugehörigen Artikel in einem Beitrag entsprechend aufzubereiten, kommt da nicht wirklich etwas Berauschendes dabei heraus … Geld dafür zu nehmen, würde aber bedeuten, sich – wenigstens indirekt – für den Text bezahlen zu lassen und damit ist die vielbeschworene Glaubwürdigkeit des Bloggers damit ganz schnell dahin.

Gibst du mehr Geld für deinen Blog aus als du damit einnimmst, oder umgekehrt?

Aktuell gebe ich mehr Geld aus, ganz klar. Aber solange es mir Freude macht – warum nicht?

Kannst du dir vorstellen, vom Bloggen zu leben oder tust das vielleicht sogar schon?

Ach ja, der alte Traum 😀 … Wer würde hier schon Nein sagen. Die Realität sieht allerdings in meinen Augen so aus, dass diese Vorstellung nur für die wenigsten wirklich in Erfüllung geht. Und wer jetzt in einem Bereich startet, der schon von gutgehenden Blogs besetzt ist, wird bestimmt härter für den Erfolg kämpfen müssen als früher.

Was ich mir aber vorstellen könnte, ist, dass man rund um sein Blog ein gutes Business aufziehen kann. Wer lange genug als Blogger tätig ist, hat schon viel gesehen und kann damit anderen beispielsweise helfen, ein Blog aufzuziehen. Darüber hinaus hängt es natürlich auch vom Thema des Blogs ab, wo man sich etwas drumherum aufbauen kann, schätze ich. Wer sich hier auf etwas spezialisiert hat, ist sicher im Vorteil, da er sich in diesem Bereich mit dem Blog den Ruf eines Experten aufbauen kann …

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