Blogger Alphabet: K wie Kommentare

Bloggeralphabet

Kinder, Kinder, wie die Zeit vergeht, wir nähern uns mit Riesenschritten der Halbzeit des Bloggeralphabets … Da letzte Woche hier kein Beitrag erschienen ist (Ein kleines bisschen Blogpause brauche ich halt auch zwischendurch 😉 ), hinke ich jetzt ein wenig hinterher, aber ich bin guter Dinge, die „verlorene“ Zeit wieder einzubringen.

Ist dir wichtig, wie viele Kommentare deine Beiträge erhalten?

Früher hätte ich diese Frage definitiv mit Ja beantwortet. Wer freut sich nicht, wenn jemand einen Kommentar zu dem Text schreibt, den man verfasst hat? Besonders dann, wenn es ein Text ist, für dessen Erstellung man viel Zeit aufgewendet hat. Ich würde sogar soweit gehen und sagen, was für Facebook die Likes sind, sind für Blogs die Kommentare :).

In der Zwischenzeit habe ich mich damit abgefunden, dass deutlich weniger kommentiert wird als früher. Die sozialen Netzwerke haben hier viel Kommunikation abgezogen – und es hilft nichts, alten Zeiten nachzuweinen. Mein Blog ist mein Blog – ob mit oder ohne Kommentare. Und immerhin gibt es ja auch noch die Statistiken, die einem zeigen, dass die Beiträge gelesen werden.

Wie viele Kommentare hinterlässt du selber im Schnitt pro Tag auf anderen Blogs?

Ganz unterschiedlich. Oft hängt es auch davon ab, wie viel Zeit ich habe. Einen Kommentar zu schreiben, braucht eben mehr Zeit als einen Text nur zu lesen. Daher schätze ich, dass es im Durchschnitt wohl kaum mehr als einer pro Tag ist, den ich hinterlasse. Ich weiß, das ist nicht viel.

Ich sollte mich mal wieder bei der Nase nehmen und wieder etwas aktiver kommentieren, aber ich fühle selten das Bedürfnis dazu, selbst wenn mich Beiträge dazu auffordern … Da muss mich der Beitrag schon so mitreißen, dass ich das Gefühl habe, es geht nicht ohne Kommentar von mir :D.

Hat sich dein eigenes Kommentarverhalten im Laufe der Jahre verändert?

Ich fürchte, Facebook & Co haben auch bei mir Spuren hinterlassen, denn in den sozialen Netzwerken sind Likes, Loves und ähnliches deutlich schneller geklickt … Daher muss ich die Frage mit einem Ja beantworten, auch wenn ein Teil von mir lieber mit Nein antworten würde.

Schaltest du alle Kommentare frei? Wie gehst du mit fast schon Spam zu nennenden Kommentaren à la „Toller Beitrag, schau auch mal bei mir auf xyzblog.de vorbei“ um?

Ich schaue mir meine Kommentare sehr genau an. Da manche Kommentare nur für SEO- und Backlink-Zwecke hinterlassen werden, geht es fast nicht mehr ohne … Erstaunlich finde ich meistens, wie schnell Spammer neue Seiten finden und zumüllen, gerade WordPress Blogs sind hier regelmäßig Ziel unschöner Attacken. Umso erstaunlicher, dass bei Blogger – der Konkurrenz aus dem Hause Google – kaum solche Kommentare auftauchen …

Kommentare wie „Toller Beitrag“ hatte ich bisher selten, die landen aber auch meistens im  Spamfilter, denke ich. Ansonsten finde ich diese Kommentare ehrlich gestanden ziemlich einfallslos, warum sollte ich auf das Blog des Kommentierers gehen, wenn die Werbung für das Blog so langweilig gestaltet wird? Ein inhaltlich guter Kommentar ist meines Erachtens viel sinnvoller, denn der Kommentar selbst ist für mich der erste Kontakt mit dem Blogschreiber – wenn er mir gefällt, gucke ich mir das Blog auch so an.

Wie kommentierst du selber am liebsten – indem du einfach Name, Emailadresse und URL eingibst, oder über dein Blogger-, facebook- oder sonstiges Profil?

Lange Zeit habe ich die Profile genutzt, in letzter Zeit greife ich aber lieber wieder auf Name + Mail-Adresse zurück, weil ich da wenigstens ein bisschen weiß, welche Daten ich zusätzlich mit dem Kommentar hinterlasse. Was die sozialen Netzwerke da untereinander austauschen, kann ich jedoch nicht sehen, höchstens erraten …

Beantwortest du die Kommentare, die du selber auf deinem Blog erhältst?

Ja, meistens. Vor allem wenn jemand Fragen stellt. Kommentare sind ja schließlich dazu da, um eine Art Gespräch in Gang zu bringen. Wenn ich nicht auf Kommentare reagiere, kann ich auch gleich darauf verzichten, überhaupt Kommentare zuzulassen, und im Magazin-Stil Texte schreiben.

Du hast auf einem anderen Blog kommentiert: verfolgst du den Beitrag, um über weitere Kommentare informiert zu werden?

Das hängt davon ab, ob ich eine Antwort erwarte oder nicht. Wenn ja, dann verfolge ich den Beitrag. Wenn nein, schaue ich meistens erst ein paar Tage später wieder vorbei, um zu sehen, ob noch andere Kommentare zu dem Thema geschrieben wurden.

Kommentierst du auf den Blogs derjenigen, die bei dir einen Kommentar hinterlassen haben?

Kommt drauf an. Grundsätzlich tue ich es nicht, aber ich schaue mir schon oft die Blogs derjenigen an, die Kommentare hinterlassen haben. Wenn dort dann ein interessanter Beitrag auftaucht, schreibe ich etwas dazu, sonst halt nicht. Aber ich vermute, da geht es nicht nur mir so …

2 Gedanken zu „Blogger Alphabet: K wie Kommentare

  1. Alicja Natalia Parks

    Ich bin wohl nicht die Einzige, die das mit den sozialen Netzwerken und den einfacheren, schnelleren Likes und Herzchen auf den diversen Plattformen, die sich auch on the go verteilen lassen, so empfindet und beobachtet hat. Mein Beitrag sieht deinem sehr, sehr ähnlich.

    Antwort
  2. Alexander Liebrecht

    Ich kann meinerseits ähnliches Kommentier-Verhalten beobachten, bis auf die Tatsache, dass das Fremdkommentieren bei mir in den Alltag fest integriert ist. Ich nehme mir genug Zeit, um meine Kommentierrunden zu machen und alles dann hinterher im Blog zu dokumentieren. Es dürfen eben kein Spam und Inhalt ohne Mehrwert enstehen. Es muss alles beschrieben werden und wenn ich richtig in Fahrt bin, dann hinterlasse ich bei einer solchen Kommentierrunde bis zu 10 Kommentare, was aber gut mehrere Stunden an Zeit in Anspruch nehmen kann.

    Heute zum Beispiel begutachte ich deinen Blog etwas genauer, schaue auch mal bei den Related Posts nach, was gibt es Ähnliches und wo kann ich zum Thema etwas beitragen. Da du auch zu Bloggen und dem Texten bloggst, fühle ich mich hier erst einmal sehr wohl und habe auch meistens etwas zu sagen.

    Solche Comments wie ala toller Blog, weiter so, braucht kein Blog-Admin und so etwas einfach promt mal löschen. Sinnvolle themen-bezogene Kommentare sind immer wieder gern gesehen und ich tue es auch so, indem ich auf fast alle Comments bei mir eingehe. Schliesslich weisst man nicht, ob der Leser die Kommentare abonniert hat oder eben einige Tage später darauf zurückkommt und im Blog nachschaut.

    Da ich meinen Onlineruf verbessern will, muss ich strikt darauf achten, dass immer mit Sinn gefeedbackt wird. Alles andere kommt nun mal nicht in Frage und daran halte ich mich auch 🙂

    Antwort

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