Blogger Alphabet: O wie Organisation

Bloggeralphabet

Ich muss gestehen, als ich gesehen habe, was auf uns mit dem Buchstaben O wartet, musste ich grinsen. Ich habe ja vor einiger Zeit schon mal darüber geschrieben, wie es bei mir mit der Disziplin beim Bloggen steht und was ich unternommen habe, um mich zu bessern. Das Thema „Organisation“ ist damit bei mir eigentlich schon Thema gewesen … Aber gut, damit kann ich mit diesem Beitrag auch gleichzeitig ein Fazit ziehen, wie es mir mit dem Planen so in letzter Zeit ergangen ist :).

Wie organisierst du dich und dein Blog?

Dafür dass dieses Blog hier sicher schon mein drittes oder viertes Blog ist (Irgendwann hab ich aufgehört zu zählen), hab ich erstaunlich lange aus dem Bauch heraus gearbeitet. Sprich, von Organisation war ich mindestens so weit entfernt wie der Mond von der Erde. Seit ich allerdings mit dem Iron Blogging begonnen habe, habe ich zwangsläufig disziplinierter werden müssen (Von selbst schreibt sich ein Beitrag pro Woche schließlich auch nicht).

Mit Trello zu arbeiten, hat das noch weiter verbessert. Ich muss mir nicht mehr auf Biegen und Brechen den Kopf wegen Themen zerbrechen, wie es früher oft der Fall war, um regelmäßig zu posten. Ganz im Gegenteil: Ich kann jetzt immer auf ein paar Ideen zurückgreifen und zu einem Text ausarbeiten.

Wie hältst du Ideen für neue Artikel fest?

Ideen finden in einer eigenen Liste bei Trello Platz. Für jede Idee lege ich dort eine Karte an und schreibe den Titel hinein, wie der Beitrag heißen könnte. Bis der Text dazu ausgearbeitet ist, ändert sich der Titel natürlich oft noch, aber der Arbeitstitel genügt mir, um zu wissen, welche Idee das war. Das Gute an Trello ist, dass ich neue Karten auch am Handy hinzufügen kann – daher geht mir auch unterwegs keine Idee verloren.

Führst du einen Redaktionsplan bzw. planst im Voraus, wann welcher Beitrag erscheinen soll?

Bis zu einem gewissen Maß (also nicht zu weit in die Zukunft) plane ich Beiträge, ja. Schon allein durch das Bloggeralphabet geht das nicht anders, wo ich meine Beiträge dazu relativ zeitnah veröffentlichen möchte. Die Themen in der Woche dazwischen entscheide ich derzeit oft nach Bauchgefühl. Manchmal drängt sich ein neues Thema geradezu auf, manchmal nehme ich auch eines aus dem Ideenpool. Die Kalenderfunktion von Trello verwende ich deswegen sehr gerne, um dem Beitrag ein Datum zuzuweisen. Das hilft mir zu wissen, bis wann ein Beitrag fertig werden sollte. Aber es bedeutet für mich meistens keinen Weltuntergang, wenn ein Beitrag einen oder zwei Tage später erscheint – vorausgesetzt die Iron Blogger Woche ist noch nicht um.

Hast du das Gefühl, mit deinem Blog gut organisiert zu sein, oder hapert es an bestimmten Stellen? Was sind da deine größten Herausforderungen?

Im Großen und Ganzen funktioniert es ganz gut. Allerdings hilft der Plan wenig, wenn man trotz der vorhandenen Ideen sich nicht entscheiden kann, was man ausarbeiten will. Da hatte ich auf einmal das Problem, in mein übliches Chaos zu fallen … Und der beste Plan hilft auch nichts, wenn man ihn ignoriert :D. Daher sehe ich es jetzt als meine größte Herausforderung, den Plan zu pflegen und mich daran zu halten, was ich plane.

Verwendest du bestimmte Tools und Helferlein wie beispielsweise Trello, Evernote, ein Notizbuch etc.?

Trello: ✔️ 😉
Evernote: ✔️
Pocket: ✔️

Trello ist in diesem Zusammenhang wirklich ein nützliches Helferlein. Ich kann’s gar nicht oft genug betonen. Auch wenn es eigentlich für Teams gedacht ist, die sich bei der Zusammenarbeit organisieren müssen, kann man es tadellos als Blogger für seine Artikel nutzen. Die Kalenderfunktion erlaubt außerdem das Festlegen von Terminen für die Karten, daher kann man daraus sogar einen kleinen Redaktionsplan machen.

Evernote ist der Klassiker unter den Online-Notizbüchern. Und genauso wie bei Trello gibt es eine App, sodass man auch vom Handy darauf zurückgreifen kann. Die Basis-Version von Evernote ist meines Wissens noch immer kostenlos – und für meine Zwecke reicht sie tadellos aus. Theoretisch könnte ich auch alles, was ich dort speichere, bei Trello ablegen, aber gerade bei längeren Textblöcken nutze ich lieber Evernote.

Sehr praktisch ist für mich auch Pocket. Ich finde das Tool noch immer sehr gut gemacht, wenn es darum geht, mal eben einen Link zu einer Website zu speichern. Oft bedeutet für mich ein Artikel gleichzeitig eine Idee zu einem neuen, daher speichere ich einzelne Webseiten immer wieder für später.

Ein klassisches Notizbuch oder ein Heft dagegen verwende ich nicht. Auch wenn ich Bücher gern habe, organisiere ich mein Blog ausschließlich digital. Papier hätte in meinem Fall den Nachteil, dass das Büchlein früher oder später in irgendeiner Lade verschwinden würde. Also an einem Ort, wo ich es nicht so schnell wiederfinden würde … Und der zweite Grund ist, dass ich meine Planung schon auch mal recht spontan umwerfe, wenn mir ein neues Thema so wichtig ist, dass ich es einschiebe :D.

Bloggst du selber über das Thema Organisation? Kannst du andere Blogs zu diesem Thema empfehlen?

Wie bereits erwähnt habe ich einmal darüber berichtet, als ich mit Trello angefangen habe. Ansonsten bin ich aber nicht so diszipliniert und ordentlich, als dass ich mir anmaßen wollte, anderen zu erklären, wie man das richtig macht. Möglichkeiten gibt es viele – und nicht jedes Tool ist für jeden gleichermaßen geeignet. Es gibt aber genügend Artikel, die ich in diesem Zusammenhang interessant finde: „Organisation – 8 Apps für Blogger“ von Hannah zum Beispiel. Oder „Mehr bloggen, weniger tüddeln“ von Anne. Die beiden bringen es ganz schön auf den Punkt, was man berücksichtigen sollte und welche Tools einem beim Organisieren helfen können.

3 Gedanken zu „Blogger Alphabet: O wie Organisation

  1. Pingback: Blogger Alphabet: R wie Regelmäßigkeit | [Der:Die:Das] Blog

  2. Alexander Liebrecht

    Meinerseits ist es sogar so, das ich keinerlei Tools für bessere Organisation verwende. Ich blogge täglich und in der Freizeit mehrmals täglich auf verschiedenen Blogs von mir. Daher würde mich ein solcher Redaktionsplan nicht weiterbringen. Mehr bloggen geht auch bei mir nicht. Aber an ToDo-Listen möchte ich mich nicht halten, denn das Internet ist bei mir nicht auf Platz 1 😉

    Ich würde sagen, dass ich dennoch diszipliniert beim Bloggen bin und kann mich meinen Themen gut widmen. Wenn es aktuelle Blogparaden sind, die bei mir eingereicht wurden, so muss ich sie zeitnah freischalten ggf. darüber selbst bloggen. Das klappte bisher ganz gut.

    Das Bloggen ist in meinem Alltag fest integriert und dafür wird sich reichlich Zeit genommen. Aber um jeden Preis blogge ich nicht und nur, wenn Zeit dafür vorhanden ist. Hauptberuflich zu bloggen, ist doch gleich wieder anders und da gibt es andere wichtigere Aspekte, die beachten werden müssen. Als Hobby-Blogger habe ich damit aber eher weniger zu tun.

    Antwort
    1. Henriette Autor

      Wenn du alleine bloggst und diszipliniert bist, ist die Wahrscheinlichkeit sicherlich kleiner, dass du einen Plan brauchst. Aber nicht jedem ist das in die Wiege gelegt, besonders wenn man wie ich manchmal etwas chaotisch ist 😀 … Und wenn man im Team bloggt, halte ich einen Plan für notwendig, um ein gutes Miteinander beim Bloggen sicherzustellen.

      Antwort

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