Blogger Alphabet: P wie Promotion

Bloggeralphabet

Das Thema P widmet sich dem Thema Promotion, also der Werbung rund ums Blog. Ein Thema, mit dem man sich auch als beginnender Blogger auseinandersetzen muss, denn von selbst kommen die Leser in den wenigsten Fällen … Aufmerksamkeit zu bekommen ist heute meiner Meinung nach viel schwieriger als früher, aber nicht unmöglich.

Machst du Werbung für deinen Blog? Falls nein, warum nicht?

Jetzt mal ernsthaft: Wird jemand diese Frage wirklich mit Nein beantworten? Ich kann es mir  nicht vorstellen. In Zeiten von sozialen Netzwerken gehört es doch fast schon zum guten Ton dazu, seine Links zu teilen, um damit auf neue Beiträge aufmerksam zu machen … Wenn ich einen Beitrag hier veröffentliche, poste ich ihn anschließend bei Facebook, Twitter und Google+. Wenn es passt, weise ich in dem Text auch auf frühere Beiträge von mir hin. Kommentare auf fremden Blogs eignen sich manchmal auch dafür, aber es muss zum Thema des Artikels passen, dass man auf eigene Beiträge verweist.

Dass ich hier noch mehr machen könnte, ist mir bewusst. Aber ich lebe nicht davon, dass meine Beiträge um jeden Preis Aufmerksamkeit bekommen müssen. Mein ganz persönlicher Vorteil, ein kleiner Blogger zu sein: Ich kann Werbung machen, aber ich muss nicht :D.

Wie viel Zeit investierst du durchschnittlich in das Bewerben deines Blogs bzw. eines neuen Posts?

Es kommt drauf an, meistens ist es die Zeit, die es braucht, um auf den sozialen Netzwerken einen entsprechenden Teaser-Text zu schreiben. Diese Zeit nehme ich mir, denn es macht einen Unterschied, ob ich meine Beiträge automatisiert teile oder nicht. Das sehe ich auch bei Beiträgen von anderen Bloggern immer wieder … Wenn nicht gerade die Überschrift oder die ersten Sätze neugierig machen, muss ein interessanter Begleittext dazu her (bei Facebook). Bei Twitter ist es sogar noch eine größere Herausforderung, denn dort muss man ja in 140 Zeichen auf den (Werbe)Punkt kommen.

Teilst du neue Beiträge in sozialen Netzwerken? Wie und wo genau?

Ja, aktuell sind das Facebook, Twitter und Google+. Ich kopiere dazu den Link in die Netzwerke und schreibe einen Begleittext. Bei Facebook teile ich jetzt zuerst auf der Facebook-Page und wenn es passt, teile ich diesen Beitrag danach in meinem Profil. Ich bin zwar auch noch bei Netzwerken wie Pinterest, Flickr und Instagram angemeldet, aber dort verzichte ich. Instagram beispielsweise ist für mich nach wie vor ein Bilder-Netzwerk – und dort finde ich Blog-Promotion für meine Themen meistens fehl am Platz.

Über welche Quellen kommt bei dir der meiste Traffic, wo lohnt es sich für dich besonders, Werbung zu machen?

Bei wordpress.com muss ich mich ja darauf verlassen, dass die Statistiken halbwegs korrekt ausgewertet werden :). Für die Antwort auf diese Frage habe ich mir deswegen meine Referrer angesehen – und mittlerweile sind die Suchmaschinen respektive Google tatsächlich meine treuesten Traffic-Lieferanten, gefolgt von Facebook und Twitter mit sehr, sehr viel Abstand. Tja, man kann es drehen und wenden, wie man möchte, an dem blauen Netzwerk kommt man beim Bekanntmachen seiner Beiträge in den meisten Fällen nicht vorbei …

Wobei ich ja erst seit kurzem über eine Facebook-Page verfüge, der Löwenanteil dieses Traffics geht also auf die Links zurück, die ich normal in mein Profil gepostet habe. So wie die Dinge derzeit liegen, lohnt sich offensichtlich am meisten, gute Beiträge zu schreiben und darauf zu hoffen, dass die Beiträge in den Suchmaschinen gefunden werden.

Hast du schon mal über Printprodukte auf dein Blog aufmerksam gemacht, beispielsweise über Visitenkarten, Flyer oder eine Anzeige?

Ich habe bisher noch nicht nennenswert Geld für Werbung für mein Blog ausgegeben. Ich hab einmal auf Facebook für ein früheres Blog damit experimentiert und habe damit auch Follower bekommen, aber für Hobbyblogger lohnt sich das wohl eher weniger … Vor allem nicht für ein Blog wie meines, das keinen ausgemachten Themenschwerpunkt hat. Visitenkarten sind das einzige, wo ich mir schon einmal nach dem letzten Grazer Barcamp Gedanken dazu gemacht habe. Denn für den Austausch untereinander ist es schon ganz nützlich, wenn man jemandem auch analog etwas in die Hand geben kann :).

Gibt es Werbung von anderen Blogs, die dich nervt / zu aufdringlich ist?

Ja, allerdings gibt es die – und zwar in Form von Pop-Ups, die sich über den ganzen Beitrag legen. Und ich habe auch schon mal darüber geschrieben, weil es mir gar so sehr auf die Nerven gegangen ist. Gerade im professionellen Umfeld begegnet man diesen Aufforderungen, Newsletter zu abonnieren, E-Books herunterzuladen etc. immer wieder – egal ob man zu einem früheren Zeitpunkt das schon getan hat oder nicht. Die meisten dieser Blogs suche ich in der Zwischenzeit nur noch widerwillig auf, der Text muss dazu also schon wirklich so gut sein, dass ich den Ärger in Kauf nehme und das störende Fenster wegklicke.

Welche Tipps kannst du anderen Bloggern geben, die ihr Blog bekannter machen möchten?

Werbung ist Gott sei Dank nicht nur nervig, sondern auch Information. Information, dass es einen neuen Blogartikel gibt zum Beispiel. Und dann gilt es, die Leute zu finden, die diese Information haben wollen. Der Prozess ist in meinen Augen allerdings auch einem Wandel unterworfen. Gerade in den sozialen Netzwerken ist so viel Bewegung, dass man immer am Ball bleiben muss, um zu sehen, wer was wo lesen möchte. Gute (Blogger)Werbung ist also vor allem eines im Internet – immer in Bewegung :).

12 Gedanken zu „Blogger Alphabet: P wie Promotion

  1. 365tageimleben

    Ich bin da auch eher zurückhaltend und gerade mein Blog hier habe ich ja eher als Selbsterfahrung und Challenge für mich selbst gestartet. Ich will durchhalten und einfach nach „meinen „Themen suchen. Trotzdem freue ich mich über jeden Leser, jedes Like und jeden Kommentar.

    Antwort
  2. Uschi aus Aachen

    Wenn die Popups endlich mal so sorgfältig und gut programmiert würden, daß sie die wiederkehrenden Leser „erkennen“, wär ja alles in Ordnung. Warum ist das nicht hinzukriegen? Ich erkläre mich mit Cookies einverstanden beim Lesen eines Blogs – warum können die Popups diese Cookies nicht ebenfalls auswerten zum Nutzen von uns Lesern?

    Antwort
  3. Pingback: Sommerferien bei den Coolen Blogbeiträgen #31 | Sabienes

  4. Gudrun

    Pop-Ups mag ich überhaupt nicht, die nerven. Aber auf Instagram bewerbe ich ganz gerne neue Artikel mit dem Hinweis: NEU am Blog. Das funktioniert ganz gut. Doch seien wir gant ehrlich: Alle Social-Media-Kanäle können wir sowieso nicht mehr bedienen, sonst würden wir rund-um-Uhr vor dem Computer bzw. Smartphone sitzen…

    Antwort
    1. Henriette Autor

      Das denk ich mir auch sehr oft, deswegen finde ich es schon erstaunlich, wie beispielsweise Björn Tantau oder Klaus Eck das hinbekommen, auf den verschiedenen Kanälen so präsent zu sein …

      Antwort
  5. Alex L

    Hallo Henriette,
    nun jetzt ist wieder mein Kommentier-Freitag und heute ist dein Blog wieder dran, um besucht zu werden 🙂 Also ich mache ordentlich Werbung für meine Blog-Inhalte im Portfolio. Zur Zeit versuche ich so oft es mir möglich ist, auf anderen Blogs präsent zu sein, indem ich mich mit den fremden Themen befasse und anschliessend mein Feedback hinterlasse. Die Folge davon sind Besucher aus Linkverweisen, die täglich auf meine Blogs kommen. Vor allem auf dem Hauptblog Internetblogger.de gibt es mehr Besucher durch Linkverweise als direkte Besucher.

    Selbstverständlich bediene ich die Social Media Kanäle auf Twitter, FB, G+ und noch Pinterest. Auf Pinterest muss ich noch sichten, ob es etwas bringt. Da ich mich von Shutterstock-Bildern verabschiedet habe und nur noch eigene Bildchen bevorzuge, dürfen meine Posts so oft geteilt werden, wie es dem Leser lieb ist. Bei Stockfotos ist immer noch Vorsicht geboten und da sind die Leser immer achtsam.

    Mich nerven diese Bettel-PopUps ebenfalls. Dieses und jenes eBook, das und das kannst du herunterladen und vor allem Facebook-PopUps. Man kann auch so im Blog auf eigene Social Media Kanäle hinweisen. Mit PopUps werde ich niemals arbeiten.

    Antwort
    1. Henriette Autor

      Hallo Alex,
      vielen Dank für deine Kommentare :). Ich weiß, ich antworte schon wieder recht spät, aber dieser Monat ist doch mit einigen arbeitsfreien Tagen gespickt – und in dieser Zeit lasse ich mein Blog ganz gern einen guten Mann sein und entspanne ein bisschen offline :D.

      Finde ich übrigens toll, dass du so viele Besucher über Links bekommst! Das ist der Lohn, wenn man brav und regelmäßig sinnvoll kommentiert :). Dass Pinterest auch ein Traffic-Bringer sein kann, ist mir bewusst. Ich habe auch schon bei Blogyourthing darüber gelesen. Zahlt sich Pinterest für dich aus? Ich war bisher immer der Meinung, dass es nur interessant ist, wenn man ein Blog hat, das viel mit Produktfotos arbeitet …

      Und schön, wenn man erfährt, dass man mit seiner Abneigung gegen PopUps nicht alleine ist!

      Liebe Grüße
      Henriette

      Antwort
      1. Alex L

        Hallo Henriette,
        immer wieder gerne das und ich will mich definitiv mit vielen Bloggern austauschen und Erfahrungen sammeln. Also ich kann es dir aber verraten, dass du durch Blog-Kommentare kein Sofort-Traffic erwarten kannst. Die Besucher durch Linkverweise stellen sich aber dementsprechend nach einer Weile ein und diese tragen dann zum Gesamt-Traffic im Blog bei.

        Auf Internetblogger.de kommen Besucher durch Linkverweise immerhin nach Google Traffic. Danach Linkverweis-Besucher und dann Direktbesucher.

        Pinterest ist so ein Ding und ich habe irgendwo aufgeschnappt, man dürfte dort eigene Posts promoten. Bringen tut es nur minimal etwas, aber kein Wunder, ich habe dort ca. 45 Follower, wenn überhaupt. Das ist wie mit jedem anderen Social Network. Unmengen Follower und Vernetzungen müssen her.

        Mal sehen, was ich daraus machen kann. In erster Linie sollten meinerseits nur Twitter, FB und G+ bepostet werden und alles andere so lala.

        Übrigens kein Thema mit der späten Antwort. Gut, dass ich die Comments abonnieren konnte. So erfahre ich dann auch davon.

        Antwort
        1. Henriette Autor

          Zeit kostet es immer, ganz gleich ob man Kommentare schreibt oder in den sozialen Netzwerken aktiv ist … Und ich verstehe das voll und ganz, wenn man sich irgendwann entscheidet, sich nur noch auf bestimmte Netzwerke zu konzentrieren – vor allem als Privatmensch, der sein Blog nur als Hobby betreibt.

  6. Pingback: Kommentierrunde You-big-blog.net/blog und themen-relevantes Feedback

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