Blogger Alphabet: Q wie Quantität

Bloggeralphabet

Beim Bloggeralphabet geht es diese Woche um den Buchstaben Q. Q wie Quantität (oder Qualität? :D). Ich gebe zu, ich konnte mir anfangs nicht unbedingt etwas unter dem Thema vorstellen, weil ich mit der Quantität auch die Menge der Blogartikel bewerten würde, die hier bei mir online gehen. Letztendlich wird sich aber der Buchstabe R indirekt in vierzehn Tagen damit beschäftigen, wenn es um die Regelmäßigkeit geht :).

Worum es bei Q allerdings geht, ist die Länge der einzelnen Artikel. Ein spannendes Thema, denn wie die ideale Länge bei einem Webtext aussieht, ist auch eine Frage, die mir beruflich immer wieder unterkommt :D. Diskutiert wird lange und viel darüber – beispielsweise hier und hier. Eine wirklich passende Antwort kann es da aber meiner Meinung nach nicht geben, das hängt ziemlich sicher auf von dem ab, worüber Blogger schreiben. Fotoblogs, Foodblogs oder Modeblogs legen ihren Fokus auf – nona – Bilder mit begleitenden Texten – sind ihre Inhalte deswegen schlechter, nur weil ihre Texte kürzer sind? Ich denke nicht …

Wie lang sind deine Artikel im Schnitt? (Tipp: bei WordPress wird am unteren linken Rand des Textfelds die Wörteranzahl angezeigt)

Da ich meine Texte hier meistens im Editor direkt online schreibe, habe ich tatsächlich die Gelegenheit, immer wieder einen Blick darauf zu werfen, wie viele Wörter denn so mit einem Beitrag entstehen. Das ist aber ganz unterschiedlich – zwischen 500 und 2000 Wörtern haben meine Texte schon geschafft. Bei manchen Themen ist es mir auch nicht schwer gefallen, auf 800 oder 900 Wörter zu kommen, ohne groß darauf zu achten. Mein Blick fällt tatsächlich erst am Schluss auf die Anzahl, einfach weil es mich interessiert, wie viel mir zu einem Thema einfällt, ohne gezielt darauf zu achten (Beruflich muss ich das nämlich fast immer ;)).

Achtest du darauf, dass deine Beiträge eine bestimmte Mindestanzahl an Wörtern haben?

Eigentlich nicht, nein. Zumindest nicht hier auf meinem privaten Blog, wo es für mich nicht so wichtig ist, wie lange die Texte sind. Hier ist es mir wichtiger, dass ich das sagen kann, was ich will. Dafür schreibe ich, ohne groß auf die Länge zu achten. Wenn ich fertig bin, bin ich fertig. Aus. Ich hänge da nicht extra Sätze dran, nur um den Artikel länger zu machen. Ich lese mir zwar schon durch, was ich geschrieben habe, um zu sehen, ob mein Geschwurbel sinnvoll ist, ergänze dann hier und da etwas, aber ich mache das nicht auf Biegen und Brechen, um eine gesetzte Wortanzahl zu erfüllen.

Liest du auf anderen Blogs lieber mehrere kurze Artikel zu einem Thema, oder ist dir ein ausführlicher Beitrag lieber?

Das kann ich nicht so eindeutig beantworten, das gebe ich zu. Ich mag lange Texte zu einem bestimmten Thema schon, aber wenn absehbar ist, dass ich länger zum Lesen benötigen werde, speichere ich ihn mir meistens für einen späteren Zeitpunkt. Mehrere kurze Artikel schätze ich vor allem dann, wenn mich nur ein Teilaspekt des Themas interessiert oder wenn ich die Antwort auf eine bestimmte Frage suche. Man könnte auch sagen: Wenn es schnell gehen muss, sind mir kurze Texte lieber, weil ich da weniger Zeit brauche, um sie zu erfassen.

Lange Texte dagegen sind meistens gehaltvoller, benötigen aber auch mehr Lesezeit. In der Regel versprechen sie dem Leser, aufgrund ihrer Länge ein Thema ausführlicher vorzustellen. Umso ärgerlicher ist es aber dann auch, wenn man Lesezeit hineingesteckt hat, nur um am Ende genauso schlau wie am Anfang zu sein. Daher müssen lange Texte auch halten, was sie versprechen, ansonsten sind sie bestenfalls schönere Platzhalter als Lorem Ipsum – sonst nichts.

2 Gedanken zu „Blogger Alphabet: Q wie Quantität

  1. Alexander Liebrecht

    Hallo Henriette,
    es heisst ja auch immer wieder, dass Online-Leser unsere Posts nur scannen, warum auch immer. Ich weiss es von mir, dass ich mit langen Posts arbeite, um ein CMS ausführlicher zu beleuchten. Auch meine Kommentierrunden-Blogposts haben meistens 1000-1300 Wörter, weil ich noch auf die Details der gelesenen Blogs eingehen möchte, um dem Leser zu erklären, worum es dort überhaupt geht. Ich selbst lese jeden Artikel durch, solange er sich mit meinerseits gesuchten Frage oder dem Thema umfassend beschäftigt. Da hatte ich in der Vergangenheit schon 2000 Wörter lange Posts durchgenommen, weil mich das Theme sehr interessiert hat.

    Aber auch ich halte viel von Zwischenüberschriften und Listen, an denen ich mich etwas orientieren kann. So weiss ich welche Teilaspekte nun vorkommen und wo ich vielleicht kurz mal reinlesen kann. Ansonsten wird sich dafür Zeit schon noch genommen und insbesondere, wenn ich eure Blogposts kommentieren will.

    Dadurch kann ich wesentlich besser auf Teilaspekte aus dem Post eingehen und meinen Senf sinnvoller unterbringen. Heute hattest du dir zwei Links von meinerseits hier verlinktem Blog verdient und ich sagte es schon letztens, dass ich hier bei dir immer wieder auf meine Themen stosse. Dann gilt bei so etwas, immer wieder herzukommen 🙂

    Antwort
    1. Henriette Autor

      Das mit dem Scannen habe ich bei mir auch schon beobachtet. Das passiert immer dann, wenn ich gezielt auf der Suche nach einer bestimmten Information bin. Wenn ich recherchiere, mich zu einem Thema schlau mache, nehme ich mir aber mehr Zeit zum Lesen, um den Inhalt besser erfassen zu können. Schreibe ich selbst längere Texte, nutze ich auch Fotos und Zwischenüberschriften, um die Texte ein bisschen aufzulockern. Ich finde das auch beim Schreiben nützlich, weil man dem Text damit eine Struktur gibt :).

      Antwort

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