Bloggen für die Ewigkeit?

Ich schätze, jeder von euch kennt sie, die Blogbeiträge mit den 5, 10 oder X Gründen, mit dem Bloggen anzufangen. Aber habt ihr auch schon mal nachgesehen, ob es solche Listen fürs Aufhören gibt? Um es kurz zu machen: Ja, sie existieren. Ich habe mir einige davon aus Neugier angesehen. Die Inhalte sind allerdings sehr unterschiedlich, zum Teil stammen die Beiträge von beruflichen Bloggern, zum Teil von privaten und einen habe ich gefunden, der im Rahmen des Webmasterfridays entstanden ist.

Motivation Bloggen

Warum ich mich mit dem Thema auseinandersetze, hat damit zu tun, dass einige Blogger, die ich mochte, sich nach langer (Blogger)Zeit dazu entschieden haben, damit aufzuhören. Ich will jetzt nicht von einem Blogger-Virus sprechen, der in der Sphäre umgeht, das würde zu weit gehen, aber es macht nachdenklich. Gerade wenn es Blogger sind, von denen ich das Gefühl hatte, sie hätten Spaß am Bloggen und würden gerne immer wieder neue Texte schreiben.

Warum mit dem Bloggen aufhören?

Was bringt jemanden dazu, sein Blogbaby aufzugeben und in die „Anonymität“ des Internets zurückzukehren? Aussagen wie „Soziale Netzwerke haben mir den Rang abgelaufen“ halte ich ehrlich gestanden für zu kurz gegriffen. Das ist nur ein Teil des Ganzen, wenn überhaupt.

Gründe, mit einem Blog aufzuhören, gibt es viele. Das kann ich aus eigener Erfahrung sehr gut bestätigen. Wobei der Kern meiner Meinung nach noch immer in der Motivation zu suchen ist. Wenn man das Gefühl bekommt, nicht mehr für sein Thema zu brennen, wird es schwierig. Denn dann wir das Bloggen auf einmal zu etwas, was man eigentlich nicht wollte. Da wird die Frage nach neuen Themen noch drängender, die Antworten noch schwieriger. Da kommt die Frage nach dem Sinn, nach dem Ziel des Blogs wieder zum Vorschein – die Frage, die man schon längst beantwortet geglaubt hat.

Was motiviert mich zu bloggen?

Sehr häufig habe ich gelesen, dass sich viele Leute durch ihr Blog unter Druck gesetzt gefühlt haben. Auch das ist nicht neu, der Begriff „Bloggerburnout“ geistert nun auch schon eine Weile durch die Blogosphäre. Ich hätte ihn früher zwar nie in dem Zusammenhang verwendet, aber ich kann mir schon vorstellen, dass es so etwas wirklich gibt. Regelmäßig Lesefutter zu liefern, ist Arbeit. Und erfordert Zeit. Zeit, die man natürlich für andere Dinge aufwenden könnte. Ich schätze, jeder Blogger kennt dieses Gefühl irgendwann einmal, vor allem wenn er sich einen Plan gemacht hat, wie oft er Blogartikel schreiben möchte.

Das Bloggen hinterfragen!

Ich halte es deswegen durchaus für sinnvoll, die Motivation immer wieder zu hinterfragen. Warum bloggt man? Was freut einen am Bloggen? Was stört einen beim Bloggen? Was kann man tun, um die negativen Aspekte möglichst gering zu halten? Vorausgesetzt, man ist nicht darauf angewiesen, professionell zu bloggen, finde ich es durchaus in Ordnung, Blogpausen zu machen. Sich gezielt in dieser Zeit mit diesen Fragen auseinanderzusetzen und dann zu entscheiden, ob man weiter bloggen will oder nicht.

Aktiv werden und Veränderung suchen

Für den Druck bedeutet das konkret: Feststellen, was den Druck ausübt, und dann überlegen, was man tun kann, um ihn loszuwerden oder zumindest zu mindern. Das kann zum Beispiel sein, die Anzahl der Blogartikel herunterzusetzen. Das kann aber auch sein, sein Blog thematisch komplett neu auszurichten, wenn man sich in seiner alten „Haut“ nicht mehr wohlfühlt – so wie Anne, deren Blog jetzt nicht mehr Neontrauma, sondern Blogdings heißt :).

Jeder ist sein eigener Herr auf seinem Blog, kann tun und lassen, was er möchte. Wer rechtzeitig erkennt, was einen stört, kann auch früher dran arbeiten, diesen „Störfaktoren“ zu begegnen. Möglichkeiten gibt es viele, ohne gleich dem Bloggerleben komplett Lebewohl zu sagen – man muss sie nur finden.

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2 Gedanken zu „Bloggen für die Ewigkeit?

  1. Alexander Liebrecht

    Hallo Henriette,
    vermutlich hast du gerade Blogger-Pause und bereitest dich auf das Neujahrsfest 2016/17 vor. Das ist in Ordnung und ich bin hier auf meiner neuen Kommentare-Runde, um etwas zu stöbern und Kommentare zu hinterlassen.

    Bei mir ist es ganz einfach mit der Blog-Motivation. Wenn das Privatleben geregelt ist, sodass alles steht und passt, dann habe ich viel Lust und Freude am Internet. Ich muss nicht täglich bloggen, aber ich mache es halt, weil es sich anbietet und zudem sind es die Stammleser, die sich an die bestehende Artikelfrequenz bereits gewöhnt haben.

    Sehr schade, aber diesen Umstand wird es immer und ewig geben, dass manche Blogger aufhören. Das liegt an jedem selbst, ob das Bloggen für denjenigen noch Sinn hat. Mich motivieren auch solche Kommentare-Runden, denn so bin ich meinen Blogger-Freunden sehr nah und kann mich austauschen. Das Geldverdienen mit dem Blog stand bei mir niemals in erster Linie und sollte einen Blogger auch nicht motivieren. Eine andere Motivation braucht man, um 10-20-30 Jahre als Blogger aktiv zu sein.

    Zudem habe ich ein interessantes Thema mit den OpenSource CMS gefunden, welches unglaublich vielseitig ist. Dazu wird es immer wieder Material zum Verbloggen geben und du darfst dich dann etwas weiterentwickeln. Damit möchte ich als Blogger wachsen, was mich wiederum dazu motiviert, weiter zu machen.

    Seit 10 Jahren blogge ich bereits und hoffe, dass die kommenden Jahre mir die Blogger-Stimmung nicht nehmen werden. Wie bereits erwähnt, privat muss alles ok sein, damit ich Bock auf das Internet habe. Daran richte ich mich.

    Antwort
  2. Pingback: Blog-Kommentare-Runde You-big-blog.net und 8 Kommentare

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