Vorschau: „Frequency“ – die Serie

The CW

© The CW

„Frequency“ ist zurück! Und damit meine ich nicht das Musikfestival, das alljährlich bei uns stattfindet, sondern den Film „Frequency“, der im Jahr 2000 erstmals ins Kino kam und der eine phantastische Geschichte über Vater und Sohn erzählte, die sich mittels eines alten Funkgeräts quer durch die Zeit unterhalten konnten. Die Hauptrollen spielten damals Dennis Quaid und Jim Caviezel.

Die Geschichte des Films beginnt damit, dass Sohn John Sullivan – im Jahr 1999 lebend – eher zufällig das alte Funkgerät seines Vaters entdeckt und es in Betrieb nimmt. Gleichzeitig herrscht starke Sonnenstrahlung, die zu einem massiven Auftreten von Polarlichtern führt. Dasselbe Phänomen tritt auch 30 Jahre früher auf, als Frank Sullivan, Feuerwehrmann und Johns Vater, noch am Leben ist. Vater und Sohn beginnen durch die Zeit miteinander zu kommunizieren und John warnt seinen Vater davor, dass dieser bei einem Feuerwehreinsatz in naher Zukunft sterben wird. Zunächst glaubt Frank nicht, was ihm John erzählt, ändert jedoch seine Meinung, als John ganz genau den Ausgang eines Baseball-Spiels vorhersagen kann.

Die Veränderung der Zeitlinie hat jedoch ungeahnte Folgen, denn ein Serienmörder, der in der ersten Zeitlinie gestorben ist, bleibt durch die Änderung der Vergangenheit am Leben – und setzt seine Mordserie fort. Frank und John müssen nun alles daransetzen, den Mann ausfindig zu machen, um zu verhindern, dass Johns Mutter in der Vergangenheit ein weiteres Opfer des Serienmörders wird. Soweit der alte Film.

Nun gibt es eine TV-Serie von „The CW“, die auf den alten Film aufsetzt und die Geschichte mit einigen Änderungen neu erzählt. Die Gegenwart ist verständlicherweise nicht mehr 1999, sondern 2016, die Vergangenheit ist das Jahr 1996. Der Vater Frank Sullivan ist ein Cop, der bei einem Undercover-Einsatz ums Leben gekommen ist und Frau und Kind zurückgelassen hat. In der TV-Serie ist das Kind aber eine Tochter namens Raimy, die in die Fußstapfen ihres Vaters getreten ist und Mordfälle aufklärt. Franks alter Partner Satch ist in der Gegenwart ihr Chef. Sie hat außerdem einen festen Freund namens Daniel, dessen Ring für einen Heiratsantrag sie gleich am Anfang bei ihm findet.

Die ersten Folgen sind mittlerweile schon auf Englisch ausgestrahlt worden und lassen darauf schließen, dass sich die Serie in vielen Punkten relativ eng an die filmische Vorlage hält, wenn auch einige Details verändert worden sind.

Die Grundidee wurde dabei aber nicht angegriffen und als Zuschauer kann man daher gut verfolgen, was es für Auswirkungen hat, wenn man die Möglichkeit hätte, Dinge in der Vergangenheit zu ändern. Die Kommunikation der beiden passiert an denselben Tagen des Jahres  – nur 20 Jahre voneinander getrennt. Raimy muss miterleben, wie ihr Vater zwar den Mordanschlag überlebt, dafür dann aber aufgrund eines Verkehrsunfalls einige Jahre später umkommt (ähnlich wie im Film). Sie kann sich nach den Veränderungen auf einmal an mehrere Realitäten erinnern und muss nun den Verlust ihres Fast-Verlobten und ihrer Mutter hinnehmen, denn Daniel und sie haben sich nie kennengelernt, da ihre Mutter für ihr Aufeinandertreffen in der ersten Zeitlinie verantwortlich war.

Ich bin zwar nicht sicher, wie lange dieser Stoff für eine Serie als Handlungsbasis dienen kann, aber der Anfang sieht zumindest einmal vielversprechend aus. Und selbst wenn der Serienmörder gefasst ist, lassen sich bestimmt noch andere Fälle quer durch die Zeit zusammenlösen. Was ich allerdings ein bisschen schade finde, ist die Tatsache, dass in der neuen Fassung ein ganz normales Gewitter für die Kommunikation quer durch die Zeit verantwortlich ist. Ein Blitz schlägt nämlich in die Hausantenne ein – et voila – das alte Funkgerät ist auf einmal wieder betriebsbereit. Das gefiel mir im Original doch ein bisschen besser, aber ich vermute, das Gewitter ist ein Zugeständnis daran, dass man ja die Serie länger am Laufen erhalten will …

Trotzdem hat die Serie das Zeug dazu, auf Dauer etwas Eigenständiges zu schaffen, wenn die Handlung zumindest staffelweise einen roten Faden hat, der sich durch die einzelnen Folgen zieht. Lassen wir uns also überraschen, mit welchen Ideen „Frequency – die Serie“ noch aufwarten wird :).

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