Netflix, Amazon Prime Video und ich

Ich glaube, ich bin gefühlt der letzte Mensch auf diesem Planeten, der sich noch nicht näher mit Video-on-Demand beschäftigt hat. Bisher hatte ich allerdings auch noch wenig Grund dazu, das normale TV hat mich zumindest bis Ostern zufriedengestellt. Warum so ein konkreter Termin? Weil zu diesem Zeitpunkt der ORF das alte DVB-T Format abgeschaltet hat, mir damit die Möglichkeit genommen wurde, dort Sendungen aufzunehmen.

Aus diesem Grund habe ich mir mal bei beiden – Netflix und Prime – den Gratis-Monat geholt, um die Anbieter ein bisschen auszuprobieren. Und eines wusste ich schon nach kurzer Zeit: Wer ein Serienjunkie ist und sich dabei hauptsächlich auf US-amerikanische Serien konzentriert, ist mit beiden gut beraten. Einige Serien sind sogar auch bei beiden Anbietern gratis dabei (wie beispielsweise „Elementary“).

Amazon Prime Video

Amazon Prime Video Angebot

Wer lieber Filme guckt, ist mit Amazon Prime besser beraten. Ganz aktuelle Filme kosten dort zwar extra (sind also nicht in Prime inkludiert), das Sortiment ist aber ingesamt deutlich größer und in Summe aktueller als bei Netflix, ist mein Eindruck. Auch bei Serien ist Amazon sehr gut sortiert, dort habe ich auch außer den Amazon Originals einiges gefunden, was bei Prime inkludiert war. Der Haken dabei: Manche Serien(staffeln) sind offensichtlich nur auf Zeit bei Prime dabei … Serienstress in Reinkultur! 😀

Auf welchem Gerät man schaut, bleibt einem ganz selbst überlassen, ich habe immer mal zwischen dem Browser und dem Tablet hin und her gewechselt. Das funktioniert auch bei Netflix sehr gut, die Geräte-Einschränkung bei den Tarifen ist offensichtlich darauf bezogen, wie viele Geräte gleichzeitig auf die Angebote des Dienstes zugreifen. Beide Apps machen ihre Arbeit ordentlich, die Benutzerfreundlichkeit fand ich allerdings bei Netflix einen Hauch besser als bei der Prime Video-App.

Netflix

Netflix Angebot

Was mir der Test allerdings auch vor Augen geführt hat, ist, dass mein Equipment nun wirklich nicht mehr das Neueste ist. HD ist gut und schön, aber auf einem HD-ready TV halt nicht so das Wahre, vor allem auch dann, wenn das Mediacenter mittlerweile einige Jahre am Buckel hat. Gewisse Dinge laufen dann sehr wahrscheinlich nicht ganz so flüssig, wie sie das auf modernen Geräten könnten.

Trotzdem hat es ausgereicht, um zu erkennen, dass das Video-on-Demand-Angebot auch bei uns mittlerweile sehr umfangreich ist. Ausgemachte Serienjunkies werden sich hier wirklich wie im Paradies fühlen. Keine Unterbrechungen, keine Werbung, kein Durcheinander beim Ausstrahlen der Episoden – das absolute Serienparadies 🙂 .

Da ich nicht mehr so der leidenschaftliche Seriengucker bin wie früher, habe ich den Testmonat wahrscheinlich nicht so extensiv genutzt wie andere, habe aber mir zumindest das zu Gemüte führen können, was ich wirklich sehen wollte.

Auf Netflix war das als erstes „Tote Mädchen lügen nicht“. Die Serie basiert auf einem Buch von Jay Asher und ist durchaus umstritten, weil sie den Selbstmord eines Teenagers darstellt bzw. und das, was dazu geführt hat. Einige Folgen haben aus dem Grund sogar eine Trigger-Warnung bekommen …

Das zweite war „Riverdale“, eine Serie, die mich in manchen Dingen ein bisschen an Twin Peaks erinnert hat. Hier fehlt mir allerdings noch die letzte Folge, da die erste Staffel wöchentlich ausgestrahlt wurde …

Darüber hinaus habe ich endlich auch weitere Folgen von „Elementary“ angeschaut, da ich bei unseren privaten Sendern nie über die erste Staffel hinausgekommen bin. Auch wenn sie bei uns immer im Schatten von „Sherlock“ steht, kommt die Serie immerhin mittlerweile auf fünf Staffeln.

Bei Amazon habe ich immerhin geschafft, mir endlich die zweite Staffel von „The Man in the High Castle“ zu genehmigen. Im Vergleich zur ersten fand ich sie eher durchwachsen, erst die letzten beiden Folgen konnten es soweit herausreißen, dass ich wieder richtig Lust bekam, weiterzuschauen.

Die zweite Serie, die ich dort durchgehend ansehen konnte, war „Heroes Reborn“. De facto ein Spin-off vom Original „Heroes“, das mit einer Mischung aus alten und neuen Schauspielern bei mir punkten konnte. Darüber hinaus sah ich mir noch einige Folgen aus der dritten Staffel von „Devious Maids“ an (Die Serie ist zum Teil so „soapig“, dass sie schon wieder witzig ist).

Mein Fazit zum Ende dieses Testmonats: Beide Anbieter haben mittlerweile ein recht umfangreiches Angebot, auf das ich in Zukunft gerne wieder zurückgreifen werde. Ich schaue mittlerweile aber zu wenig Serien, dass sich das auf Dauer wirklich auszahlt, denke ich. Da man Netflix im Grunde aber auch monatlich buchen kann (Konto reaktivieren und dann wieder kündigen?), spricht nichts dagegen, von Zeit zu Zeit Serienjunkie zu spielen.

Auch bei Amazon habe ich Prime fürs Erste wieder gekündigt (Ich habe es jetzt ja wirklich nur wegen des Video-Angebots genommen). Die meisten Vorteile zahlen sich dort in meinen Augen tatsächlich nur für regelmäßige Käufer aus, das bin ich aber nicht.

Ich sage grundsätzlich aber niemals nie, wer weiß schon, ob sich meine Unterhaltungsgewohnheiten nicht in Zukunft wieder ändern werden 😀 …

Vier Fragen zum BarCamp Graz 2017

Das Grazer BarCamp 2017 ist Geschichte. Wieder einmal. Was folgt daraus? Genau, unsere kleinen gegenseitigen „Interviews“ sind wieder fällig 🙂 . Die früheren Antworten aus 2014, 2015 und 2016 sind entsprechend verlinkt, falls es euch interessiert.

Auch wenn Robert in diesem Jahr nicht dabei war und es außerdem aus verschiedenen Gründen kein BlogCamp gab, dachten wir uns, wir stellen uns wieder gegenseitig vier neue Fragen … Roberts Antworten auf meine Fragen findet ihr deswegen wie immer auf seinem Blog.

barcamp-graz

Du hast einen Sticker „be different“ gepostet. Wie unterschiedlich kann man denn auf dem Barcamp Graz sein?

Bevor ich die Frage beantworte: Robert spielt hier auf einen der Tweets an, die ich während des Barcamp-Samstags gepostet hatte … Der Spruch klebte übrigens an einer Treppenstufe 🙂 .

Als ich das Bild aufgenommen habe, ist das sehr spontan geschehen. Wenn ich jetzt aber darüber so nachdenke, ist „Be different“ eigentlich die Basis eines erfolgreichen Barcamps. Wenn ich hierher komme, erwarte ich mir einfach etwas, was die gewohnten Konferenz-Tretmühlen verlässt, etwas, was andere Wege geht als die, die man kennt.

Und auch wenn ich dieses Mal nur einen Tag dabei war und die meiste Zeit entweder im Main-Room oder am Welcome-Desk verbracht habe, hatte ich trotzdem das Gefühl, dass dieser „Spirit“ nach wie vor vorhanden ist.

Ich hatte den Eindruck, 2017 war das Barcamp etwas organisierter und es gab auch mehr Videos zwischendurch. Kannst du meinen Eindruck bestätigen?

Das könnte schon sein 🙂 . Die Kern-Orga hat sich nämlich im Herbst neu aufgestellt. Offizielle „Chefin“, weil Vereinsobfrau, ist jetzt Anna, Jürgen hat die Position abgegeben. Videos gab es dieses Jahr einige, wobei ich nicht alle gesehen habe … Die meisten wurden meinem Gefühl nach aber nur auf der Facebook-Seite des Barcamps gepostet, nicht auf anderen Plattformen. Das habe ich selbst etwas merkwürdig gefunden, gerade die Videos hätten sich bestimmt auch auf dem Blog gut gemacht.

Twitter war nicht gerade überlaufen von informativen Tweets über die Sessions. Woran lag das aus deiner Sicht?

Ich gebe zu, ich habe dieses Jahr selbst eher wenig getwittert, es war aber auch nicht immer Zeit dazu … Ich verstehe aber sehr gut, was du meinst. Sonntag Abend hat mich nämlich schon interessiert, was ich verpasst habe, da hatte ich selbst das Gefühl, dass eher wenig Tweets geschrieben wurden. Allerdings war der Sonntag dieses Jahr auch schon etwas früher zu Ende als in den letzten Jahren (zumindest war es so geplant, ich kann es ja nicht beurteilen, weil ich nicht dabei war).

Was den Samstag angeht: An zwei Sessions konnte ich immerhin teilnehmen, da ist mir aber auch aufgefallen, dass wenig mit dem Handy „gespielt“ wurde. Die beiden Runden waren auch eher klein (acht bis zehn Teilnehmer), da konzentrierten sich die meisten dabei wirklich aufs Gespräch …

Irgendwo las ich, dass Barcamps langsam die Themen ausgehen bzw. alles wiederholt. Würdest du das vom Barcamp Graz 2017 behaupten wollen?

Lustig, dass du ausgerechnet DIESE Frage stellst, denn ich hatte am Barcamp auch ein ganz ähnliches Gespräch mit jemandem 😀 … Ich halte das aber für eine logische Entwicklung, denn nicht jedes Jahr sind wirklich neue Themen vorhanden. Und ich schätze, es ist auch abhängig von den Camps, denn bei den IT-lastigen Camps gibt es bestimmt mehr Veränderungen als bei anderen.

#fandomsunite war beispielsweise dieses Jahr auch nicht neu, aber trotzdem bin ich hingegangen, weil ich sehen wollte, ob man dem Thema nicht etwas Neues abgewinnen konnte. Und vielleicht wird es ja eines Tages doch noch ein NerdCamp geben, wer weiß 😀 …

#fotoprojekt17 im April: Nähe

Im April geht es um das Thema „Nähe“. Wie wir das Thema umsetzen, bleibt uns wie immer selbst überlassen, egal ob sich Personen etc. einander nahe sind oder ob Dinge nahe beieinander zu finden sind.

Ich muss gestehen, dass ich erst sehr spät nachgesehen habe, was das April-Thema überhaupt ist. Wie bereits angedeutet, hatte ich zwischendurch einfach andere Prioritäten (Gesundheit geht eben vor), deswegen hat es mich fast erstaunt, dass bei den Bildern aus der letzten Zeit durchaus einige dabei sind, die zu der Vorgabe passen 🙂 .

fotoprojekt17-04-01

Das erste Bild tanzt zwar ein bisschen aus der Reihe, weil es eine künstliche Nähe ist (wenn auch aus natürlichen Bestandteilen), aber es ist doch erstaunlich, wie häufig die Natur auf Nähe setzt … Ameisen suchen die Nähe in ihrem Bau, Wassertropfen werden durch die Adhäsion zu größeren Tropfen, Blumen wachsen nahe beieinander, selbst Blüten suchen die Nähe zueinander, wenn man genau hinschaut 🙂 .

Kategorien, Schlagwörter und Labels ausmisten

Der April ist bei mir meistens die Zeit, wo ich Frühjahrsputz mache bzw. ausmiste. Damit meine ich aber nicht nur meinen Kleiderschrank bzw. meine vier Wände, sondern auch das Blog. Konkret spiele ich hier auf meine verwendeten Schlagwörter an. Im englischsprachigen Raum bezeichnet man die auch als Tags, aber diesen Ausdruck verwende ich mittlerweile nicht mehr so gerne. Warum verrate ich euch etwas später.

Der Schlagwörter-Dschungel

Ich weiß ja nicht, wie es euch beim Bloggen geht, aber je länger ein Blog bei mir online ist, desto mehr häufen sich bei mir Schlagwörter, die ich nicht mehr als einmal verwendet habe oder die ich gar nicht mehr verwende (Passiert beispielsweise, wenn ich Blogartikel bearbeite und dann die Schlagwörter beim Beitrag entferne). WordPress entfernt diese Schlagwörter nicht automatisch, im Gegenteil. Sie landen in der Liste mit Schlagwörtern, werden aber mit keinem Beitrag mehr in Verbindung gebracht (Der Zähler steht also auf Null).

Der Sinn des Ausmistens

Zurück zur Frage: Warum Schlagwörter ausmisten? WordPress verwendet Schlagwörter (und auch Kategorien), um Blogs thematisch einzuteilen. Sowohl für Kategorien als auch für Schlagwörter entstehen eigene Seiten, in deren Web-Adresse die Kategorie bzw. das Schlagwort auftaucht. Am besten sieht man das bei den ähnlichen Beiträgen, die unter jedem Beitrag auftauchen. Je besser man seine Kategorien und Schlagwörter also „einstellt“, desto bessere Vorschläge kann WordPress am Ende der Seite machen.

Ähnliche Artikel

Wenn allerdings bestimmte Schlagwörter nur ein einziges Mal oder gar nicht verwendet werden, läuft dieses System ins Leere. Was soll WordPress auch vorschlagen, wenn es keine weiteren passenden Artikel gibt? Das ist für mich ein Grund, immer wieder mal die Liste mit Schlagwörtern durchzusehen und die Schlagwörter zu entfernen, die nicht mehr oder nur noch wenig verwendet werden.

Warum miste ich nur Schlagwörter aus?

Das hängt damit zusammen, dass ich schon vor recht langer Zeit angefangen habe, mich an die ungeschriebene Regel zu halten, nur wenige Kategorien, aber viele dazu passende Schlagwörter zu verwenden. Kategorien stellen so etwas wie einen Oberbegriff dar, während Schlagwörter den einzelnen Artikel etwas genauer beschreiben. Eine genauere und detailliertere Erklärung findet ihr übrigens bei Hootproof, falls ihr euch da vertiefen wollt.

Schlagwörter vs. Tags

Schlagwörter und Tags sind eigentlich das gleiche. Das merkt man spätestens, wenn man irgendwo ein englischsprachiges WordPress sieht. Das Dumme im Deutschen ist nur, dass sich der Begriff „TAG“ in der Zwischenzeit auch für das gute, alte Blogstöckchen durchgesetzt hat, das unter diesem neuen Namen nach wie vor von Blog zu Blog weitergereicht wird.

Viele junge Blogger können sogar mit dem Begriff „Stöckchen“ gar nichts mehr anfangen, weswegen ich dazu übergegangen bin, statt Tag Schlagwort bzw. statt Stöckchen TAG zu schreiben (Die Großschreibung ist Absicht, um die Ähnlichkeit zum Tag- und Nachtproblem im Deutschen zu unterbinden).

Und was sind Labels?

Labels sind eigentlich nur ein anderer Name für Schlagwörter. Wer auf der Plattform Blogger zuhause ist, ist mit dem Ausdruck wahrscheinlich sogar vertrauter als mit Kategorien oder Schlagwörtern, weil es auf Blogger schlicht und einfach diese Unterteilung nicht gibt. Dort gibt es eben nur Labels – und nicht mehr. Das Prinzip ist aber dasselbe wie bei WordPress, denn man kann mit ihnen den einzelnen Artikeln Themen zuweisen.

Da es bei Blogger allerdings keine Kategorien gibt, sollte man hier meiner Meinung nach noch genauer darauf achten, welche Schlagwörter man den Artikeln zuweist. Sonst kann das schnell dazu führen, dass man 200 oder mehr Labels vergeben hat …

Warum aufpassen bei der Menge der Schlagwörter?

Jeder kann grundsätzlich so viele Schlagwörter vergeben, wie er möchte. Weder WordPress noch Blogger setzen hier Grenzen. Aber habt ihr schon mal Blogs besucht, die in der Seitenleiste die sogenannte Tag Cloud anzeigen? Eigentlich soll das ja helfen, dass Besucher rascher erfassen können, worüber ein Blogger schreibt.

Wenn in dieser Wolke aber erst einmal mehr als 50 Begriffe aufscheinen, ist das Ergebnis genau das Gegenteil von dem, was man eigentlich erreichen wollte. Ich jedenfalls schaue mir solche aufgeblähten Wolken jedenfalls nicht mehr an, weil das mehr zu meiner Verwirrung als zu meiner Orientierung auf einem Blog beiträgt.

#fotoprojekt17 im März: Türen

#fotoprojekt17 - Blogprojekt auf vom-landleben.de

Das Thema „Türen“ finde ich ja nun wirklich super! Da kann man wirklich sehr, sehr viel machen … Die meisten habe ich allerdings Anfang und Mitte März gemacht, bevor ich krank geworden bin. Das ist übrigens auch der Grund, warum ich diesen Beitrag jetzt nachreiche und in den März rückdatiere, falls ihr euch wundern solltet bzw. falls ihr mir nicht schon längst die (Feed)Freundschaft gekündigt habt.

Möchtet ihr wissen, wo diese Türen zu finden sind? Die meisten Bilder (bis auf eines) stammen aus Triest, wo ich Anfang März einen Kurzurlaub gemacht habe. Die Stadt ist ja immer wieder faszinierend und man kann auch bei wiederholten Besuchen neue Dinge entdecken.

fotoprojekt17-03-02

Das große Foto ist jetzt in dem Sinn ja eigentlich kein Tor bzw. keine Türe mehr, aber ich fand es wirklich ausgesprochen lustig als ich es entdeckt habe 😀 …

Ihr dürft übrigens rätseln, welches der Fotos nicht aus Triest stammt, wenn ihr Lust habt!