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Kategorien, Schlagwörter und Labels ausmisten

Der April ist bei mir meistens die Zeit, wo ich Frühjahrsputz mache bzw. ausmiste. Damit meine ich aber nicht nur meinen Kleiderschrank bzw. meine vier Wände, sondern auch das Blog. Konkret spiele ich hier auf meine verwendeten Schlagwörter an. Im englischsprachigen Raum bezeichnet man die auch als Tags, aber diesen Ausdruck verwende ich mittlerweile nicht mehr so gerne. Warum verrate ich euch etwas später.

Der Schlagwörter-Dschungel

Ich weiß ja nicht, wie es euch beim Bloggen geht, aber je länger ein Blog bei mir online ist, desto mehr häufen sich bei mir Schlagwörter, die ich nicht mehr als einmal verwendet habe oder die ich gar nicht mehr verwende (Passiert beispielsweise, wenn ich Blogartikel bearbeite und dann die Schlagwörter beim Beitrag entferne). WordPress entfernt diese Schlagwörter nicht automatisch, im Gegenteil. Sie landen in der Liste mit Schlagwörtern, werden aber mit keinem Beitrag mehr in Verbindung gebracht (Der Zähler steht also auf Null).

Der Sinn des Ausmistens

Zurück zur Frage: Warum Schlagwörter ausmisten? WordPress verwendet Schlagwörter (und auch Kategorien), um Blogs thematisch einzuteilen. Sowohl für Kategorien als auch für Schlagwörter entstehen eigene Seiten, in deren Web-Adresse die Kategorie bzw. das Schlagwort auftaucht. Am besten sieht man das bei den ähnlichen Beiträgen, die unter jedem Beitrag auftauchen. Je besser man seine Kategorien und Schlagwörter also „einstellt“, desto bessere Vorschläge kann WordPress am Ende der Seite machen.

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Wenn allerdings bestimmte Schlagwörter nur ein einziges Mal oder gar nicht verwendet werden, läuft dieses System ins Leere. Was soll WordPress auch vorschlagen, wenn es keine weiteren passenden Artikel gibt? Das ist für mich ein Grund, immer wieder mal die Liste mit Schlagwörtern durchzusehen und die Schlagwörter zu entfernen, die nicht mehr oder nur noch wenig verwendet werden.

Warum miste ich nur Schlagwörter aus?

Das hängt damit zusammen, dass ich schon vor recht langer Zeit angefangen habe, mich an die ungeschriebene Regel zu halten, nur wenige Kategorien, aber viele dazu passende Schlagwörter zu verwenden. Kategorien stellen so etwas wie einen Oberbegriff dar, während Schlagwörter den einzelnen Artikel etwas genauer beschreiben. Eine genauere und detailliertere Erklärung findet ihr übrigens bei Hootproof, falls ihr euch da vertiefen wollt.

Schlagwörter vs. Tags

Schlagwörter und Tags sind eigentlich das gleiche. Das merkt man spätestens, wenn man irgendwo ein englischsprachiges WordPress sieht. Das Dumme im Deutschen ist nur, dass sich der Begriff „TAG“ in der Zwischenzeit auch für das gute, alte Blogstöckchen durchgesetzt hat, das unter diesem neuen Namen nach wie vor von Blog zu Blog weitergereicht wird.

Viele junge Blogger können sogar mit dem Begriff „Stöckchen“ gar nichts mehr anfangen, weswegen ich dazu übergegangen bin, statt Tag Schlagwort bzw. statt Stöckchen TAG zu schreiben (Die Großschreibung ist Absicht, um die Ähnlichkeit zum Tag- und Nachtproblem im Deutschen zu unterbinden).

Und was sind Labels?

Labels sind eigentlich nur ein anderer Name für Schlagwörter. Wer auf der Plattform Blogger zuhause ist, ist mit dem Ausdruck wahrscheinlich sogar vertrauter als mit Kategorien oder Schlagwörtern, weil es auf Blogger schlicht und einfach diese Unterteilung nicht gibt. Dort gibt es eben nur Labels – und nicht mehr. Das Prinzip ist aber dasselbe wie bei WordPress, denn man kann mit ihnen den einzelnen Artikeln Themen zuweisen.

Da es bei Blogger allerdings keine Kategorien gibt, sollte man hier meiner Meinung nach noch genauer darauf achten, welche Schlagwörter man den Artikeln zuweist. Sonst kann das schnell dazu führen, dass man 200 oder mehr Labels vergeben hat …

Warum aufpassen bei der Menge der Schlagwörter?

Jeder kann grundsätzlich so viele Schlagwörter vergeben, wie er möchte. Weder WordPress noch Blogger setzen hier Grenzen. Aber habt ihr schon mal Blogs besucht, die in der Seitenleiste die sogenannte Tag Cloud anzeigen? Eigentlich soll das ja helfen, dass Besucher rascher erfassen können, worüber ein Blogger schreibt.

Wenn in dieser Wolke aber erst einmal mehr als 50 Begriffe aufscheinen, ist das Ergebnis genau das Gegenteil von dem, was man eigentlich erreichen wollte. Ich jedenfalls schaue mir solche aufgeblähten Wolken jedenfalls nicht mehr an, weil das mehr zu meiner Verwirrung als zu meiner Orientierung auf einem Blog beiträgt.

Ist ein Blogger automatisch ein Influencer?

marketing

Wer ein Blog betreibt, ist mittlerweile nicht mehr davor gefeit, gewisse Mails zu bekommen, in dem man gefragt wird, ob man sich nicht für sein Blog Kooperationen mit Unternehmen oder Koop-Agenturen (Ich nenne diese Portale der Einfachheit halber immer so, weil ich nicht weiß, wie sie wirklich bezeichnet werden) vorstellen kann. Regelmäßig findet man Diskussionen im Netz, wo es darum geht, wie viel ein Blogger für einen Beitrag verlangen kann.

Dies verleitet meiner Meinung nach ziemlich rasch zu dem Gedanken, dass ja jeder ein Blog eröffnen und dann damit Geld verdienen kann, denn er ist ja nun ein Influencer, der seinen Lesern regelmäßig etwas empfiehlt …

Als Influencer das große Geld verdienen?

Dass die Wirklichkeit allerdings ein klein wenig anders aussieht, erkennt man meiner Meinung nach schon daran, dass sich nicht jedes Blog und damit nicht jedes Thema wirklich für die Monetarisierung eignet. Es gibt genügend Bereiche, wo entweder kaum Geld oder auch kein Interesse da ist, die Reichweite eines Bloggers für die eigene Werbung zu nutzen. Es ist nicht alles Gold, was glänzt – schon gar nicht beim viel beschworenen Influencer Marketing.

Einfach mal ein Blog eröffnen, ein paar Leser finden und schon Geld kassieren? Tja, soooo läuft der Hase nicht … Auch wenn es gerne so vermittelt wird, denn die Blogs in den Bereichen Technik, Fashion, Lifestyle, Food und Reisen sind diejenigen, die es vormachen. „Erfolgsgeschichten“ von Bloggern, die heute im Jahr sechsstellige Beträge mit dem Bloggen verdienen, tun ihr Übriges, dieses Bild in der Öffentlichkeit zu verbreiten. Letztendlich ist es aber nichts anderes als eine weitere Variante dessen, womit man wirklich gut verdienen kann: Nämlich anderen einen Traum zu verkaufen.

marketing scrabble

Wie die Dinge wirklich liegen, merkt man als Blogger spätestens dann, wenn man sich ein Thema ausgesucht hat, wo es um genau die bereits erwähnten Themen NICHT geht. Oder wo die Zielgruppen zwar vorhanden, aber zu wenig Geld da ist. Ein gutes Beispiel ist die Buchbloggerszene, die gerade erst im Frühjahr wieder einmal die Monetarisierungs-Sau durch die Gassen getrieben hat. Sinnvolle Antworten auf die Fragen, wie man als Buchblogger Geld verdienen kann, gab es keine, denn die Monetarisierungsmechanismen aus der Fashion & Lifestyle-Szene lassen sich hier nicht anwenden. Welcher Kleinverlag hat auch das Geld, bei einem Blogger 500 Euro oder mehr für einen Artikel hinzulegen?

Welche Aussagekraft haben Leser- bzw. Follower-Zahlen?

Traurig, aber wahr: Wer in der falschen Szene zuhause ist und nicht die geforderten Leser- und Followerzahlen schafft, auf die die Unternehmen nach wie vor so gerne schielen, schaut durch die Finger. Wie authentisch diese Zahlen nun wirklich sind, lassen wir mal im Raum stehen (Mir würden jedenfalls sofort ein paar Methoden einfallen, wie man diese manipulieren kann) …

Wie sehr sich hier mittlerweile Unternehmen in die eigene Tasche lügen, sieht man bei Kampagnen, wo „artfremde“ Blogger ausgesucht werden, weil sie – ja, ihr habt es erraten – die entsprechenden Zahlen vorweisen können. Ob das sinnvoll ist oder nicht, sei einmal dahingestellt, aber es zeigt schön, wo die Entwicklung hingeht, wenn das Marketing-Budget zusammengestellt wird. Zielgruppen? Leser? Fehlanzeige – die Follower-Zahlen, äh, Fakten, sind alles, was interessant sind.

Influencer Marketing – die große unbekannte Variable?

Das Spannende dabei ist, dass es aber genau diese Fakten sind, die man nicht nachvollziehen kann. Nach wie vor fehlen die Möglichkeiten, wirklich zu sehen, ob X oder Y ein bestimmtes Produkt gekauft hat, weil es Z auf seinem Blog vorgestellt hat. Die sogenannte Customer Journey spielt sich mittlerweile sowohl online als auch offline ab – und wer ein bestimmtes Produkt im Geschäft kauft, weil er darüber vor zwei Monaten auf einem Blog gelesen hat, hat eine Reise hinter sich, die im Großen und Ganzen noch immer nicht für die geldgebenden Unternehmen nachvollziehbar ist …

Was lernen wir daraus? Wer Geld in eine solche Influencer-Kampagne steht, hat einige unbekannte Variablen in der Marketing-Gleichung – und letztendlich geht es also doch wieder um SEO, Links, Werbung und Aufmerksamkeit, denn das ist das einzige, was so halbwegs messbar ist. Wer als Blogger auf der richtigen Seite der Medaille daheim ist, hat die Chance, etwas von diesem Werbe-Etat-Kuchen abzubekommen. Die anderen – tja, von denen spricht keiner …

Blogcamp Graz is coming!

BarCamp Graz

Das Barcamp Graz rückt näher – und damit auch unser erstes Blogcamp. Und ich gebe es ganz offen zu, ich bin schon mächtig gespannt, wie das dieses Jahr ablaufen wird :). Auch wenn ich mittlerweile ein alter Grazer Barcamp-Hase bin, habe ich das Barcamp doch noch nie als (Mit)Organisatorin eines eigenen Camps erlebt!

Robert war übrigens in der Zwischenzeit sehr, sehr fleißig und hat für das Camp auf Trello (Ja, ja, was hab ich da bloß wieder angerichtet :D) ein eigenes Board für uns eingerichtet, auf dem ihr alles rund um das Blogcamp verfolgen könnt: Blogcamp Graz. In seinem Blogbeitrag dazu erklärt er auch, wie wir mit dem Board arbeiten wollen.

Wenn ihr euch die Trello-App installiert, könnt ihr dann ganz bequem am Smartphone sehen, welche Sessions wo und wann stattfinden werden :). Einer von uns wird sich immer darum kümmern, dass alle Informationen uptodate sind.

Ach ja, und falls ihr es noch nicht getan habt: Noch ist Zeit, euch zum Barcamp Graz anzumelden!


Im Rahmen des Barcamp Graz 2016 findet zum ersten mal ein BlogCamp statt. Henriette Zirl und Robert Lender sind die InitiatiorInnen des Blogcamp. Bis dahin schreiben sie im Vorfeld ein wenig über das BlogCamp bzw. über das Thema “bloggen”.

BlogCamp

Der Startschuss fürs BlogCamp 2016!

BarCamp Graz

Es ist wieder soweit: Das Grazer BarCamp naht mit großen Schritten! Ich habe schon einmal darauf hingewiesen, aber jetzt wird es ganz konkret, weil ihr euch nun dafür anmelden könnt :). Und dieses Jahr ist die Auswahl an Themen-Camps groß wie nie, ihr könnt also wirklich von überall etwas für euch mitnehmen. Wobei ich mich persönlich natürlich am meisten darüber freuen würde, wenn ihr das BlogCamp als euer bevorzugtes Camp bei der Anmeldung angeben würdet 😉 …

Warum? Weil Robert und ich genau dieses Camp veranstalten werden. Schon voriges Jahr haben wir uns darüber unterhalten, dass wir es einmal versuchen wollen, einen ganzen Tag lang das Bloggen und alles, was damit verbunden ist, an einem Tag zum Thema auf dem BarCamp zu machen. Und ganz in der Tradition eines BarCamps bedeutet das für euch: Kommt und schaut’s euch an! Ideen für gute Sessions haben wir schon einige für den Samstag (eventuell auch Sonntag), aber natürlich hoffen wir auch darauf, dass wir zusammen mit euch einige spannende Gesprächsthemen finden werden.

BlogCamp

Aktuell geistern folgende Ideen für Themen durch unsere Köpfe:

– Welches Blogsystem ist für mich das richtige?
– Was tun, wenn mir nichts mehr einfällt? Ideen gegen Schreibblockade
– Blogger Relations – brauche ich das? (Influencer Marketing)
– Open Blogging
– Bloggen und Recht (falls ein Fachmensch dabei ist)
– Warum sollte ich zu bloggen beginnen (auch als Anregung für die, die schon länger dran sind)
– Bloggen und Suchmaschinenoptimierung (Was ist das und warum sollte ich mich darum kümmern?)
– Bloggen und Fotos, Produktfotografie
– Soziale Netzwerke, Vernetzung von Bloggern, woher kommen eure Leser
– Bloggerburnout (Wie viel Zeit investiert ihr ins Bloggen?)
– Professionalisierung von Blogs

Welche wir davon wirklich umsetzen werden, wird sich zeigen. Vielleicht passt manches auch gar nicht, aber das macht nichts. BarCamp ist ja schließlich, was wir draus machen :).

Ach ja, und falls ihr nicht wisst, was ihr euch unter dem Ganzen vorstellen sollt:

Der Blogger Award – Die Sieger

Vor ein paar Wochen habe ich euch dazu aufgefordert, auf blogheim.at eure Stimme für euer bevorzugten Blogger abzugeben. Jetzt sind die Ergebnisse da!

Mit großem Abstand hat die Tagespresse gewohnen, wen wundert’s? Ich bin zwar keine regelmäßige Leserin, kenne das Blog aber natürlich trotzdem … Kunststück, wenn etwas so präsent ist in den sozialen Netzwerken :D.

blogheimat-gewinner

Auf Platz 2 und 3 sind Dariadaria und Neuwal gelandet. Letzteres sagt mir natürlich auch etwas, während ich mit dem Lifestyle-Blog von Madeleine zwangsläufig eher weniger anfangen kann. Geschmäcker sind verschieden, das wissen wir ja ;). Trotzdem sei natürlich den Siegern ihr Stockerlplatz gegönnt, gar keine Frage!

328 Blogs haben laut blogheim.at Stimmen von anderen Mitgliedern des Bloggernetzwerks erhalten, unter anderem auch meines! Ich bin mit 60 Punkten auf exaequo mit drei anderen Blogs auf Platz 31 gelandet, was mich wirklich sehr freut. Schon aus dem einfachen Grund, weil ich nicht dachte, dass überhaupt jemand eine Stimme für mein Blog abgeben würde 😀 … Ich habe meinerseits auch für fünf sehr liebe Blogs bzw. Blogger gestimmt, deren Arbeit ich sehr schätze. Für mich selbst habe ich dabei nicht abgestimmt, obwohl es möglich gewesen wäre. Das erschien mir ein bisschen als moralischer Betrug und ich habe deswegen darauf verzichtet.

Was ich aber noch sagen möchte: Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen, die für mich gestimmt haben, dass euch mein „Geschreibsel“ eure Stimme wert war!!!