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Assoziatives Schreiben am BarCamp Graz 2015

Roman Vilgut (@klzromanvilgut) hielt am letzten Tag des Barcamps eine Session zum Thema „kreatives Schreiben“. Er hatte zwei Übungen aus seinem Buch „Die Musenkuss-Mischmaschine“ ausgesucht und wir durften uns für eine entscheiden. Am Ende wurde es „assoziatives Schreiben“.

Assoziatives Schreiben

In unserem Fall ging es so, dass jeder Teilnehmer in der Runde ein Blatt Papier bekam und darauf ein Wort notieren musste. Nach einer bestimmten Zeit reichte es jeder an seinen Nachbarn links von sich weiter und schrieb auf das neue Papier wieder ein Wort auf. Am Ende war Schluss, als auf dem Papier zehn Wörter zusammengekommen waren. Dann war die Aufgabe, diese zehn Wörter in einen Text einzuarbeiten.

Assoziatives Schreiben

Was dabei am Ende herauskam, war wirklich erstaunlich, denn einige Leute trauten sich, ihren Text laut vor allen vorzulesen. Lustiges, phantasievolles, lyrisches (Eine Teilnehmerin schrieb sogar ein Gedicht!), schräges, merkwürdiges – und ich war wieder einmal fasziniert, wie viel Phantasie uns allen innewohnt … Solche Schreibübungen sollten wir alle viel öfter machen, da würden bestimmt einige ein Talent entdecken, das ihnen bisher gar nicht bewusst war!

Aber gut, ich möchte euch natürlich nicht auf die Folter spannend, was mein Ergebnis war:

Meine zehn Wörter

grün, kaufen, gruselig, Marktstand, Zirkus, Marketingstrategie, Mondbasis, Wiese, mein, Tasse

Mein Ergebnis

Der Tag auf der Mondbasis begann gruselig für Marie. So ein Zirkus, dachte sie. Der Kaffee in ihrer Tasse begann grün gefärbt, da hatte sich wohl jemand einen Spaß zu ihrem Geburtstag erlaubt. Früher oder später würde sie am „Marktstand“ von Julia einen neuen kaufen müssen. Was für eine Marketingstrategie! Viel lieber wollte sie die Simulation auf eine Wiese ändern und sich einen schönen Tag machen. Plötzlich ging der Alarm los. „Oh mein Gott, nicht jetzt“, dachte sie, aber sie sprang auf, um ihren Dienst an ihrer Station anzutreten.

Jetzt im Nachhinein denke ich mir, dass die kleine Geschichte vielleicht nicht so ganz stimmig ist, aber das ist ja der Punkt, wo man eine Überarbeitung machen und den Text zu einer richtigen Geschichte erweitern könnte 😀 .

Weitere Geschichten

Habt Ihr Lust auf weitere Geschichten? Dann schaut doch mal hier vorbei:

Issi: Kreatives Schreiben – Eine Session am BarCamp Graz
Florian: Assoziationsspiele mit flauschigen Geister-Ponys
Marion: Lass dich von der Muse küssen: Kreativ schreiben
Thomas: Assoziationsspiele mit Softwarebär
Stefan: Assoziatives Schreiben
Jessica: Assoziatives Schreiben

Klein, aber fein: Das ResponsiveCamp

Vergangenes Wochenende war es wieder einmal so weit: Im Rahmen des Content Strategy Lehrgangs an der FH Joanneum gab es ein kleines Barcamp, dieses Mal zum Thema Responsive Design, Responsive Content bzw. Performance. Ein Thema, das gerade bei Webworkern aktuell sehr gefragt ist und mich durchaus ansprach, auch wenn ich mit Design derzeit weniger zu tun habe.

Da es im Vorfeld nicht allzu viel Werbung dafür gab und ich vom ResponsiveCamp Graz eigentlich nur zufällig erfahren hatte, überraschte es mich nicht, dass sich außer den Studierenden nur wenige zusätzliche Leute zusammengefunden hatten. Trotzdem tat das der Qualität des Barcamps keinen Abbruch, ganz im Gegenteil.

ResponsiveCamp 2

Die Vorstellungsrunde fand dieses Mal auf Englisch statt und ging dank unserer keinen Zahl recht zügig über die Bühne. Keith Andrews hatte gleich drei Themen vorbereitet, die er im Lauf des Nachmittags mit jeder Menge Beispiele im Gepäck anschaulich demonstrierte. Dazwischen erzählte Martin Höllinger über die Einstellung von Google zum Thema. Letzteres war mir nicht zwar nicht so neu, aber es macht immer wieder Spaß, Martin zuzuhören 🙂 .

ResponsiveCamp #1

Am interessantesten fand ich für mich persönlich das Thema Responsive Content, hier geht es nämlich nicht nur darum, das Design an die unterschiedlichen Geräte angepasst auszugeben, sondern – nona – auch den Inhalt. Also Texte, Bilder, Tabellen etc. anzupassen.

Auch hier zeigte Keith anschaulich, wie man mit CSS einzelne Inhalte unterschiedlich darstellen konnte. Texte beispielsweise kann man beispielsweise kürzer und knapper darstellen als unter anderen Umständen. Sicherlich gut und nützlich, da man ja bekanntlich auf einem Handy mit anderen Absichten sucht als auf einem Desktop, wo man mehr Zeit zum Lesen hat.

ResponsiveCamp 3

Das Prinzip von Responsive Design hängt sich allerdings daran auf, bei bestimmten Auflösungen bestimmte Designs zu zeigen und andere auszublenden. Wenn ich allerdings sagen wir drei verschiedene Inhalte für drei verschiedene Auflösungen habe und immer nur einen Teil zeige, frage ich mich schon, wie Google so etwas bewertet, wo es doch immer heißt, Google steht nicht auf versteckte Inhalte …

Die Frage konnte mir auf die Schnelle am Barcamp auch niemand beantworten, was mich in meiner Ansicht bestärkte, dass hier noch sehr viel auf Versuchsebene abläuft und dass es noch sehr wenige harte Fakten in Bezug auf das Thema gibt. Daraus ergibt sich aber auch: Es bleibt spannend, wie es mit dem Thema Responsiveness weitergeht – und ich bin mir ziemllich sicher, dass hier noch einiges auf uns zukommen wird. Das Thema Smartwatches fiel beispielsweise in diesem Kontext jetzt am Barcamp noch gar nicht – aber es wird sicherlich recht bald auf uns zukommen, denke ich 🙂 .

Das Content Strategy BarCamp 2014 – eine Nachlese

Jetzt ist es auch schon wieder vorbei, das erste Grazer BarCamp zum Thema „Content Strategy“ … Obwohl Heinz Wittenbrink das Datum und den Ort erst drei Wochen vorher bekannt gegeben hatte, war das BarCamp doch sehr gut besucht. Bis zum Freitag Mittag trudelten noch die letzten Anmeldungen ein. Von etwa 70 angemeldeten Personen waren ca. 50 Leute anwesend, was ich für die kurze Vorlaufzeit für sehr bemerkenswert halte.

Content Strategy BarCamp Logo

Den Anfang am Freitag Nachmittag verpasste ich leider, von der ersten Session zum Thema „Panda“ bekam ich daher nur noch die letzten Minuten mit … An dieser Stelle muss ich den einen einzigen kleinen Kritikpunkt formulieren: Das Session-Board war leider in Raum 1 zu finden und nur mit einzelnen Schlüsselbegriffen zu den einzelnen Sessions versehen. Das machte es am Anfang ein wenig schwierig, sich ein Bild vom Inhalt der jeweiligen Session zu machen, wenn man so wie ich die Sessionplanung verpasst hatte …

Coscamp Tag 1

Sessions Tag 1

Die Themen des Nachmittags reichten von Viralität über Texten, Social Media bis zu Content-Management-Systemen. Verständlich, dass der restliche Freitag Nachmittag wie im Flug verging :).

Am Abend fanden sich dann etwas später eine bunte Mischung an Leuten beim Treffen der SEO-Leute in der Skybar ein: Grazer SEO-Szene meets Content Strategy Studierende – so könnte man es wohl am treffendsten beschreiben :). Gerüchteweise haben die letzten das Treffen erst am nächsten Tag in der Früh verlassen, aber das ist eine andere Geschichte ;).

Coscamp Tag 2

Sessionplanung Tag 2

Am Samstag war ich fast pünktlich, kam aber trotzdem dieses Mal rechtzeitig zur Sessionplanung. Einige der Themen vom Freitag wurden auf Wunsch der Teilnehmer wiederholt, es gab aber auch einige neue Themen. Heinz gab beispielsweise einen Einblick in Content Strategy, während Isabel einen Praxis-Workshop im Raum 4 anbot.

Zu Mittag fanden sich alle zur Nomnomnom-Session zusammen: Heinz hatte für uns eine Jause zu Mittag organisiert. Brote mit Aufstrich, Apfelstrudel, Äpfel und Schokolade reichten aus, um eine Horde Wissbegieriger satt zu machen und auf den Nachmittag vorzubereiten :).

Coscamp Panda Session

Martin Höllinger und Jörg Wukonig in ihrem Element 🙂

Mein persönliches Highlight vom Samstag war sicherlich die Session von Martin Höllinger und Jörg Wukonig, wo beide aus ihrem SEO-Alltag plauderten und jede Menge Tipps verrieten, worauf man im Zusammenhang mit „the art formerly known as SEO“ achten sollte.

Fazit: Mir hat dieses BarCamp wirklich sehr, sehr gut gefallen. Die geringere Größe verlieh dem BarCamp eine sehr persönliche Note, ohne dass etwas von dem Charme eines BarCamps verloren ging. Für mich war es fast ein wenig wie ein Aufeinanderprallen von zwei Welten: SEOs und BarCamper – kann das gut gehen? Und wie! Ich habe viele interessante Diskussionen verfolgen dürfen, die sich aus dem unterschiedlichen Hintergrund der Teilnehmer fast zwangsläufig ergaben.

Coscamp Jause

Die schönsten Sessions sind lila 🙂

Auf Grund der kurzen Organisationszeit rechnete ich auch nicht mit irgendeiner Art von Verpflegung, umso überraschter war ich, dass es die ganze Zeit Getränke und am Samstag Mittag sogar eine Jause gab! Daher möchte ich auch hier noch einmal Danke sagen: Es war ein wirklich gelungener Auftakt und ich würde mich sehr freuen, wenn ich nächstes Jahr zu #coscamp15 kommen darf :).

Fotos & Fakten zum Content Strategy BarCamp 2014:
Mitschriften: Tag 1 / Tag 2
Meine Fotos

Vier Fragen zum BarCamp Graz 2014

Robert Lender hatte spontan die Idee, dass wir einander Fragen zum vergangenen BarCamp in Graz stellen. Also hab ich mir welche ausgedacht und ihm geschickt und er mir umgekehrt ebenfalls welche 🙂 …

Frage 1: Was war für dich die intensivste Diskussion am Barcamp?

Knifflig gleich am Anfang! Ich kann natürlich nur die Sessions beurteilen, wo ich dabei war :D. Wobei ich hier eigentlich zwei Antworten geben muss: Auf der einen Seite war die Session „Weiterbildung? keine Zeit! berufsbegleitend, Work-Life-Balance“ von @JohBlau sehr spannend. Hier hatte ich den Eindruck, dass sehr viele unterschiedliche Meinungen zu dem Thema aufeinander geprallt sind – und dass sich schon deswegen eine lebhafte Diskussion ergeben hat. Auf der anderen Seite fand ich auch „Burnouts: Fluch oder Erlösung“ sehr interessant, das Fazit im Gespräch war für mich eigentlich, dass jeder andere Mechanismen zu Hilfe nimmt, um Stress & Burnout zu vermeiden.

BarCamp Graz 2014

Frage 2: War die lange Vorstellungsrunde jeweils am Morgen für dich hilfreich?

Soll ich ehrlich sein? Ich hab von beiden Runden dieses Jahr nicht sehr viel mitbekommen … Bei der ersten Runde am Freitag Nachmittag war ich zur fraglichen Zeit noch arbeiten, am Samstag habe ich den Großteil der Vorstellungsrunde am Gang draußen am Sofa verbracht, weil a) die Luft draußen besser war und b) ich so wenigstens meinen schmerzenden Rücken ein wenig entspannen konnte.

Grundsätzlich mag ich die Vorstellungsrunden ja sehr gerne, aber es sind leider immer wieder Leute dabei, die sich beim Vorstellen verzetteln – und nicht bei den drei Hashtags bleiben … Ich habe jedenfalls noch kein Barcamp gesehen, dass danach wirklich pünktlich angefangen hätte (wobei mir das am Freitag wiederum zum Vorteil gereicht hat 😀 ).

Frage 3: Jede/r Teilnehmer/in musste zu Beginn Verhaltensregeln unterschreiben. Hältst du das für notwendig und sinnvoll?

Nachdem ich die Vorgeschichte aus dem Vorjahr kenne und auch die sexistischen Postings zum Teil gelesen habe – ja, unter diesem Gesichtspunkt finde ich sie sinnvoll. Es ist halt schade, dass es nicht anders geht, aber besser so als eine Neuauflage dieser Postings …

Frage 4: Hat dir das Barcamp auch Impulse als Bloggerin gegeben?

Die Frage teile ich jetzt mal in „unmittelbare Impulse“ und langfristige Impulse“ auf 🙂 . Unmittelbar schon deswegen, weil ich ja bereits einen Artikel „Literarisches am Barcamp Graz 2014“ geschrieben habe, wo ich mir einen Themenbereich vom Barcamp rausgepickt habe. Was hat sich noch ergeben? Ich habe mir bei Amazon auf Empfehlung zwei Bücher zum Thema „Content“ und „Gutes Schreiben“ bestellt.

Unter langfristig verbuche ich für mich, dass ich wieder mit neuer Motivation zum Schreiben aus den Blogger-Sessions gegangen bin. Es war schön auf den Punkt zu bringen, warum ich angefangen habe, bei den Ironbloggern Steiermark mitzumachen. Und ich merke das jetzt immer noch, dass es eine gute Entscheidung für mich war – denn mein innerer Schweinehund ist einfach immer da 😀 .

Das Grazer BarCamp – der Anfang

2014 erlebt das Grazer BarCamp seine sechste Auflage. Angefangen hat alles im November 2008 auf der Karl-Franzens-Universität, wohin mich meine Neugier getrieben hatte. Frei nach dem Motto „Barcamp? Was is’n das?“ dachte ich mir, da musst du mal hin, damit du endlich verstehst, worum es eigentlich dabei geht.

Barcamp Graz 2008

Witzig war dabei, das weiß ich noch, dass ich gerade mal vier Wochen vorher überhaupt das erste Mal davon gehört hatte und mich gefragt hatte, ob es sowas wohl auch in Graz gibt 🙂 …

Ich erinnere mich, dass wir etwa 30 Leute waren, die sich in der Cafeteria des Resowi-Zentrums zu einer ersten Vorstellungsrunde versammelten (Heinz Wittenbrink schreibt in seinem Bericht von damals von 40 bis 50 Leuten).

Ich weiß auch noch, dass ich am Anfang sehr unsicher war und mich erst mal im Hintergrund gehalten habe. Themen unbekannt? Wie jetzt? Themen selbst festlegen? Ja, worüber denn reden? Tröstlich war allerdings, dass es wohl den meisten anderen auch nicht viel anders erging, denn einen Sessionplan zu erstellen, verlief verhältnismäßig langsam.

Am Ende füllte sich der Plan aber doch und es kam eine schöne Liste zusammen, die man auf Barcamp.at nachlesen kann. Themen waren damals unter anderem:

  • Search: Alternatives? Why it is broken?
  • Austro-Valley: Exkursion österreichischer Startups ins Silicon Valley
  • wg3null: Zusammenleben in der totalen Vernetzung
  • Superinternet.at: Für einen besseren ORF im Netz
  • Anwendung des Frequency Following Reflex in Werbung und Medien
  • Photowalking
  • Tumblelogs
  • Mac Fanboy, Mac-Apps, iPhone etc.
  • Informationsorganisation mit RSS, delicious und Friendfeed
  • Twitter: Wie nutzt ihr das? Was bringt es euch?
  • OpenStreetMap
  • Bring mir Facebook bei

Facebook haben wir wohl in der Zwischenzeit alle gelernt, aber die Liste zeigt schön, wie nah das BarCamp damals schon am Puls der Zeit war … Auch die technischen Probleme, die wohl ein ganz klein wenig zu jedem guten BarCamp gehören, waren damals schon mit von der Partie:

Trotz dieser Schwierigkeiten habe ich dieses Wochenende sehr genossen, das weiß ich noch ganz genau. Wer sich ein paar Eindrücke verschaffen möchte, was es damals zu sehen und zu hören gab, sollte einen Blick auf dieses Video werfen:

Christian Klepej hat außerdem noch ein paar Fotos aus 2008 auf Flickr:

Fotos Barcamp-Graz 2008

(c) by Christian Klepej

Am wichtigsten war und ist für mich jedoch die Tatsache, dass ich damals ein paar sehr nette Leute kennengelernt habe, die ich dank Social Media nie ganz aus den Augen verloren habe und die mir zwei Jahre später den Weg zum nächsten BarCamp 2010 im „großen Wilden Mann“ in der Jakoministraße ebneten (Aber das ist – bekanntlich – eine andere Geschichte 😉 ).